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Stromausfall legt Côte d'Azur stundenlang lahm

Kein Licht, kein Geld, stehende Züge: Ein Stromausfall hat in Südfrankreich stundenlang für Chaos gesorgt.

In Geschäften und Cafés wurde es am Montagmorgen dunkel, Züge blieben stehen, Geldautomaten funktionierten nicht mehr. Der Grund: Ein Gewitter hatte zwei Hochspannungsleitungen zwischen Marseille und Nizza beschädigt, wie der Stromkonzern EDF mitteilte. Die Feuerwehr musste über 110 Mal ausrücken, um in Fahrstühlen gefangene Menschen zu befreien.

Der Stromausfall traf Städte zwischen der italienischen Grenze und Marseille, darunter Nizza, Cannes und Antibes sowie das Fürstentum Monaco. Laut den Behörden waren zwei Millionen Menschen betroffen.

Flughafen mit Notstrom

Der Zugverkehr zwischen Toulon und Nizza war am Vormittag vollständig blockiert, ebenso der Tramverkehr in Nizza. Der Flughafen Nizza, der eine Notstromversorgung besitzt, war nicht betroffen.

Wahrscheinlich hätten die schweren Regengüsse und Überschwemmungen am Wochenende die Panne verursacht, hiess es bei EDF. Bis zum Mittag konnte der Konzern einen Teil der Stromversorgung in den Départements Var und Alpes-Maritimes wiederherstellen.

Hobbypilot noch vermisst

Schon am Sonntag hatten heftige Stürme die Region heimgesucht. Dabei wurden zwei Autobahnen und mehrere Zugverbindungen durch Überschwemmungen unterbrochen; hunderte Haushalte mussten evakuiert werden. Auch der Telefonverkehr war gestört und es kam zu Stromausfällen.

Rettungskräfte suchten am Montag noch nach einem Hobbypiloten, der am Sonntagabend trotz Sturmwarnung mit drei Passagieren in Romans bei Grenoble Richtung Süden gestartet war. Die Behörden vermuten, dass das Flugzeug abgestürzt ist.

SDA/sam

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