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Tödliche Disziplin

Ein junger Mann im amerikanischen Bundesstaat Ohio hat sich offenbar zu Tode gehungert – weil er unbedingt in die Streitkräfte aufgenommen werden wollte.

Schlank und trainiert als Ideal: US-Soldaten bei einer Parade in New York am 17. März 2011.
Schlank und trainiert als Ideal: US-Soldaten bei einer Parade in New York am 17. März 2011.
Keystone

Der 20-jährige Mann verlor in knapp vier Monaten 28 Kilo und starb nach Angaben der zuständigen Gerichtsmediziner an Herzrhythmusstörungen, die durch einen gestörten Elektrolythaushalts hervorgerufen wurden. Die Mutter des Verstorbenen erklärte, Anwerber der US-Armee hätten ihm Tipps gegeben, wie er abnehmen könne. Dazu habe unter anderem gehört, sich zu übergeben.

Der 20-Jährige hatte laut den Angaben seiner Mutter zufolge zunächst 127 Kilo gewogen. Als er im vergangenen Dezember Anwerber für die Truppen kontaktierte, hatte er bereits neun Kilogramm abgenommen und begann damit, ernsthaft Diät zu halten. Bei seinem Tod Anfang März wog er 89,3 Kilo – gut drei mehr, als er sich vorgenommen hatte.

Die Mutter des Mannes erklärte, dass niemandem persönlich einen Vorwurf machen wolle. Die Vorgaben der Streitkräfte zum Körpergewicht seien aber nicht in Ordnung, und sie wolle das Thema zur Sprache bringen, um künftige Rekruten zu schützen.

SDA

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