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Tödliches Virus in Vietnam auf dem Vormarsch

Die Hand-Fuss-Mund-Krankheit hat dieses Jahr in Vietnam 156 Menschen das Leben gekostet – fünfmal mehr als gewöhnlich. Unter den Opfern befinden sich vor allem Kinder.

Gefahr für das Leben kleiner Kinder: Ein neun Monate alter Junge kämpft im Spital gegen die Hand-Fuss-Mund-Krankheit.
Gefahr für das Leben kleiner Kinder: Ein neun Monate alter Junge kämpft im Spital gegen die Hand-Fuss-Mund-Krankheit.
AFP

In Vietnam hat ein Ausbruch der Hand-Fuss-Mund-Krankheit 156 Menschen das Leben gekostet. Die meisten der Opfer seien Kinder, teilte das Gesundheitsministerium in Hanoi heute mit. Gemäss der Nachrichtenagentur Reuters beläuft sich die Zahl der getöteten Kinder auf 81.

Mehr als 96'000 Menschen sind den Angaben zufolge an dem Virus erkrankt, das auch als falsche Maul- und Klauenseuche bezeichnet wird. Die Zahl der Neuinfektionen sei jedoch seit September von wöchentlich 3000 auf etwa 2500 im November gefallen, hiess es.

Eindämmung bislang erfolglos

Der vietnamesische Ministerpräsident habe Ministerien und Behörden dazu aufgefordert, die Bemühungen zur Eindämmung des Virus zu verdoppeln, berichtet Reuters. «Diese Krankheit stellt eine grosse Gefahr für die Gesundheit und das Leben kleiner Kinder dar», sagte Nguyen Tan Dung. Die Massnahmen zur Bekämpfung der Krankheit seien bisher allerdings erfolglos geblieben.

Die Viruserkrankung tritt in Vietnam immer wieder auf. Dieses Jahr erkrankten aber viel mehr Menschen als in den Vorjahren. Seit 2008 wurden jährlich 10'000 bis 15'000 Erkrankungen und 20 bis 30 Todesfälle registriert. Das Virus verursacht Fieber und Hautausschläge, im schlimmsten Fall können Hirnschwellungen zu Lähmungen oder zum Tod führen.

SDA/fko

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