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Toter Politiker gewinnt Vorwahl in New York

Ein US-Politiker hat bei einer Vorwahl zum Abgeordnetenhaus im Bundesstaat New York die meisten Stimmen gewonnen – obwohl er mehrere Tage zuvor gestorben war.

Sogar nach seinem Ableben wiedergewählt: Bill Nojay an einer Demonstration gegen schärfere Waffengesetze. (Archivbild)
Sogar nach seinem Ableben wiedergewählt: Bill Nojay an einer Demonstration gegen schärfere Waffengesetze. (Archivbild)
Mike Groll/AP, Keystone

Der Republikaner Bill Nojay brachte es bei der Vorwahl vom Dienstag in seinem Wahlbezirk auf 60,3 Prozent der abgegebenen Stimmen. Er setzte sich damit laut den am Mittwoch bekannt gegebenen Ergebnissen gegen seinen Konkurrenten Richard Milne durch, der auf 38,8 Prozent kam. Örtliche Parteikollegen hatten die Wähler ermutigt, für Nojay zu stimmen – obwohl er bereits tot war.

Am Mittwochabend (Ortszeit) einigten sich die Parteichefs des 133. Wahlbezirks auf den 78-jährigen Joe Errigo als Nachfolger für den verstorbenen Kandidaten, wie das «Wall Street Journal» berichtete. Errigo sass bereits von 2000 bis 2010 im New Yorker Abgeordnetenhaus. Er wird in den Wahlen am 8. November gegen die Demokratin Barbara Baer antreten.

Korruptionsvorwürfe

Der 57-jährige Nojay, Vater von drei Kindern, hatte sich Berichten zufolge am Freitag in Rochester das Leben genommen. Er habe sich auf einem Friedhof erschossen, wie der «Democrat & Chronicle» meldete.

Am selben Tag hatte er wegen mutmasslicher Unterschlagung von 1,8 Millionen Dollar aus einem Treuhandfonds, den er für einen Architekten verwaltete, vor einem US-Gericht erscheinen sollen. Zudem drohte ihm laut US-Medien mit zwei weiteren Männern in Kambodscha ein Prozess, weil sie einen Investor um eine Million Dollar betrogen haben sollen.

SDA/mch

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