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Tropensturm Tembin tötet auf Philippinen 240 Menschen

Ein heftiger Sturm hat auf den Philippinen Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Jetzt nimmt Tembin Kurs auf Thailand.

chk
Überschwemmungen auf den Philippinen: Ein Polizist bringt ein Mädchen in Sicherheit. (22. Dezember 2017)
Überschwemmungen auf den Philippinen: Ein Polizist bringt ein Mädchen in Sicherheit. (22. Dezember 2017)
Josep Deveza, AFP
Am schlimmsten hat es die Provinz Lanao del Norte getroffen, wo 127 Menschen ums Leben gekommen sind. (23. Dezember 2017)
Am schlimmsten hat es die Provinz Lanao del Norte getroffen, wo 127 Menschen ums Leben gekommen sind. (23. Dezember 2017)
Jeoffrey Maitem, Keystone
Noch wird nach Dutzenden Vermissten gesucht. (23. Dezember 2017)
Noch wird nach Dutzenden Vermissten gesucht. (23. Dezember 2017)
Jeoffrey Maitem, Keystone
This image made from video shows debris from tropical storm Tembin, in Lanao del Norte, southern Philippines Monday, Dec. 25, 2017.  A powerful storm that left a trail of death and destruction in the Philippines was downgraded to a tropical depression Tuesday and failed to make landfall in Vietnam. (AP Photo)
This image made from video shows debris from tropical storm Tembin, in Lanao del Norte, southern Philippines Monday, Dec. 25, 2017. A powerful storm that left a trail of death and destruction in the Philippines was downgraded to a tropical depression Tuesday and failed to make landfall in Vietnam. (AP Photo)
Keystone
Ein Überlebende bringt ihr Habseligkeiten in Sicherheit. (24. Dezember 2017)
Ein Überlebende bringt ihr Habseligkeiten in Sicherheit. (24. Dezember 2017)
Keystone
Der Sturm hat Vietnam verschont und zieht jetzt weiter Richtung Thailand. (25. Dezember 2017)
Der Sturm hat Vietnam verschont und zieht jetzt weiter Richtung Thailand. (25. Dezember 2017)
Vietnam Out, Keystone
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Der Taifun Tembin hat am Weihnachtswochenende schwere Zerstörungen auf den Philippinen angerichtet und über 240 Menschen den Tod gebracht. Der Tropensturm war am Sonntag in Richtung Vietnam weitergezogen – doch die Provinzen Ca Mau und Bac Lieu blieben verschont.

Der Sturm hatte sich entgegen allen Erwartungen abgeschwächt und war in Vietnam nicht auf Land getroffen. Vor dem drohenden Taifun hatten die Behörden des südostasiatischen Landes bis Montag 430'000 Einwohner in Sicherheit gebracht. Insgesamt sollten 1,2 Millionen Menschen die gefährdeten Gebiete verlassen.

Das Nationale Komitee für Katastrophenschutz hatte dort mit schweren Verwüstungen gerechnet. Doch die Windstärke von «Tembin» habe sich von den noch am Montagmorgen gemessenen 135 Kilometern pro Stunde auf 60 Kilometer pro Stunde in der Nacht zu Dienstag abgeschwächt.

Tropisches Tief nimmt Kurs auf Thailand

Das zu einem tropischen Tief herabgestufte Unwetter nahm am Dienstag Kurs auf den Golf von Thailand. Es könne im Süden Vietnams immer noch schwere Regenfälle mit einem Niederschlag von bis zu 181 Millimetern auslösen, warnten die Behörden.

Auf den Philippinen ging derweil am Dienstag die Suche nach Dutzenden Vermissten weiter. «Tembin» hatte vor allem auf der Inselgruppe Mindanao für Sturzfluten und Erdrutsche gesorgt.

Am schlimmsten betroffen war die Provinz Lanao del Norte im Nordwesten von Mindanao, wo 127 Menschen ums Leben kamen. Mehr als 97'000 Bewohner verliessen ihre Wohnungen. Häuser wurden weggeschwemmt, umgestürzte Bäume und Geröll blockierten Strassen. Der Strom fiel vielerorts aus.

Am ersten Weihnachtstag verkündeten Rettungskräfte aber ein kleines Wunder: Eine junge Frau wurde 900 Kilometer von ihrem Heimatort entfernt aus dem Meer gerettet. Die gerettete Diana Salim stammt aus der Stadt Sibuco in der Provinz Zamboanga del Norte auf Mindanao.

Die 25-Jährige war am Freitag mit Teilen ihres Hauses ins Meer gespült wurden. Ein Frachtschiff entdeckte die Frau, die sich an Trümmer geklammert hatte, im Meer treibend. «Dianas Rettung lässt uns weiter hoffen, dass wir auch andere Überlebende finden», sagte der Bürgermeister von Sibuco dem Radiosender DXRZ.

Erst vergangene Woche waren auf den Philippinen 54 Menschen ums Leben gekommen, als der Sturm «Kai-Tek» über die Inselgruppe zog. Der südostasiatische Inselstaat wird jedes Jahr von durchschnittlich 20 Wirbelstürmen getroffen. 2016 kamen durch den Taifun «Haiyan» mehr als 6000 Menschen ums Leben.

(SDA)

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