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US-Polizei schnappt einen der meistgesuchten Gangsterbosse

16 Jahre lang war James «Whitey» Bulger auf der Flucht. Nun haben die US-Behörden den 81-Jährigen, der an 19 Morden beteiligt gewesen sein soll, gefasst. Ein Schönheitssalon wurde ihm offenbar zum Verhängnis.

Einer der berüchtigsten Mafiabosse der USA: Zeichnung von  James «Whitey» Bulger während der Gerichtsverhandlung in Boston. (14. November 2013)
Einer der berüchtigsten Mafiabosse der USA: Zeichnung von James «Whitey» Bulger während der Gerichtsverhandlung in Boston. (14. November 2013)
Keystone
Gehörte lange zu den zehn meistgesuchten Personen des FBI: Whitey Bulger.
Gehörte lange zu den zehn meistgesuchten Personen des FBI: Whitey Bulger.
Keystone
1995 sah Bulger so aus: der Verbrecher aus Boston im weissen Anzug.
1995 sah Bulger so aus: der Verbrecher aus Boston im weissen Anzug.
Keystone
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Nach 16 Jahren auf der Flucht haben die US-Behörden den mutmasslichen Gangsterboss James «Whitey» Bulger gefasst. Der 81-Jährige und seine langjährige Partnerin Catherine Greig seien am Mittwochabend (Ortszeit) in einem Haus im kalifornischen Santa Monica festgenommen worden, teilten die Behörden mit.

Bulger werden insgesamt 19 Morde von den frühen 70ern bis Mitte der 80er Jahre vorgeworfen, zudem soll er eine Bande im organisierten Verbrechen angeführt haben. Er diente im Kinofilm «The Departed» der Figur von Hollywood-Star Jack Nicholson als Vorlage. Die US-Bundespolizei FBI kam offenbar über Greig an den Gangsterboss. Die 60-jährige ehemalige Zahnhygienikerin soll sich regelmässig in Schönheitssalons aufgehalten haben.

Mehrere falsche Identitäten

Für Informationen über sie war eine 100'000-Dollar-Belohnung ausgeschrieben worden, für Bulger sogar zwei Millionen und damit die höchste jemals vom FBI in Aussicht gestellte Belohnung für einen der zehn meistgesuchten mutmasslichen US-Verbrecher.

Während seiner Flucht bediente sich Bulger laut FBI einer Reihe falscher Identitäten. Zudem soll er ein «hitziges Temperament» haben und dafür bekannt sein, «immer ein Messer bei sich» zu tragen. Bulger und Greig sollten noch heute vor einem Gericht in Los Angeles erscheinen. Das FBI wirft Bulger und seiner Bande unter anderem Mord, Erpressung und Drogenhandel vor. Greig wird lediglich vorgeworfen, einem mutmasslichen flüchtigen Verbrecher Unterschlupf gewährt zu haben.

(dapd/AFP)

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