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Verschüttete Bergleute erhalten Nahrungsmittel und Sauerstoff

Die vor fast drei Wochen verschütteten und jetzt entdeckten Bergleute in Chile haben am Montag durch einen Schacht erste Lebensmittel, Wasser und Sauerstoff erhalten.

Erste Hilfe erreicht die Verschütteten: Angehörige der Bergleute gestern.
Erste Hilfe erreicht die Verschütteten: Angehörige der Bergleute gestern.
Reuters

Die Bergungsmannschaften versuchten unterdessen, mit Hilfe eines neu installierten Kommunikationssytems herauszufinden, in welcher körperlicher und seelischer Verfassung die Eingeschlossenen sind, und bereiteten sie auf eine lange Wartezeit vor. Bis zu vier Monate können vergehen, bis die Retter zu den Männern vordringen, die sich nach einem Unglück in einen Schutzraum flüchten konnten.

Jeder der Eingeschlossenen konnte am Montag mit den Rettungsmannschaften sprechen. Bis auf einen Mann, der unter Bauchschmerzen leidet, fühlten sich alle hungrig, waren ansonsten aber wohlauf. Ausserdem baten sie darum, ihnen Zahnbürsten in die Tiefe zu schicken.

Ingenieure arbeiteten daran, den rund 16 Zentimeter breiten Schacht zu verstärken, der derzeit die einzige Verbindung zu den Verschütteten darstellt. Die Bergungsmannschaften liessen einen langen Schlauch in die Tiefe hinab, um die Schachtwände zu schonen und vor fallenden Steinen zu schützen. Der Schlauch ist mit einem Gleitgel überzogen, um die «Paloma» (Taube) genannten Kapseln, in denen die Vorräte hinabgeschickt werden, leichter passieren zu lassen. Bis ein solcher Behälter in dem Schutzraum in etwa 700 Metern Tiefe ankommt, dauert es etwa eine Stunde.

Rettung kann bis Weihnachten dauern

Die Arbeiter wurden bei einem Grubenunglück am 5. August verschüttet und galten bis Sonntag als verschollen. Bis zu ihrer Rettung aus dem Schutzraum könnte noch einige Zeit vergehen. Bis ein ausreichend breiter Rettungstunnel gegraben ist, könnte es Weihnachten sein.

Nach dem Unglück hielten sich die Bergleute mit Dosen-Thunfisch, Milch und Keksen am Leben. Das berichtete Sergio Aquila, Arzt im Rettungsteam, nach einem Gespräch mit den Eingeschlossenen. Die Lebensmittel waren in dem Schutzraum von der Grösse eines Wohnzimmers gelagert. Jeder Kumpel ass alle paar Stunden zwei kleine Löffel Thunfisch, trank einen Schluck Milch und knabberte an einem Keks, wie der Arzt berichtete. Wie lange die Vorräte hielten, sagte er nicht.

dapd/mt

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