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Video von Strauss-Kahn in New York aufgetaucht

Ein französischer TV-Sender zeigt Aufnahmen, die angeblich von Überwachungskameras im New Yorker Sofitel stammen. Zu sehen ist auch eine verdächtige Szene im Keller des Hotels.

Erstmals seit der Festnahme des ehemaligen IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn im Mai hat ein französischer TV-Sender Bilder von Überwachungskameras des New Yorker Hotels Sofitel ausgestrahlt. Der Sender BFMTV zeigte Aufzeichnungen, die zwischen dem Auschecken Strauss-Kahns aus dem Hotel um 12.27 Uhr und der Ankunft der Polizei um 14.10 Uhr entstanden waren.

Die Aufnahmen zeigen den damaligen Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) und das Zimmermädchen, das ihm später versuchte Vergewaltigung vorgeworfen hatte, sowie mehrere Hotel-Mitarbeiter. In den Aufzeichnungen war Strauss-Kahn zu sehen, wie er in aller Ruhe aus einem Aufzug ausstieg, an der Rezeption seine Rechnung beglich und anschliessend in ein Taxi einstieg. In einem anderen Ausschnitt war das Zimmermädchen zu sehen, das von Mitarbeitern des Hotels betreut wurde. In diesen Szenen wird die Frau gestikulierend gezeigt. Einer der Angestellten rief daraufhin die Polizei.

Freudentanz im Keller

Anschliessend waren Bilder von zwei Hotel-Mitarbeitern zu sehen, wie sie sich freudig gegenseitig in die Hände klatschten und sich umarmten. Einer von ihnen begann zu tanzen. Die Szene dauerte laut Presseberichten 13 Sekunden. Die Accor-Gruppe, die das Hotel betreibt, teilte mit, die beiden Mitarbeiter hätten «kategorisch ausgeschlossen», dass die Szene etwas mit der Festnahme von Strauss-Kahn zu tun habe.

Die Anwälte des Zimmermädchens erklärten heute in New York, die Bilder seien «ein erneuter Beweis» dafür, dass die Frau nicht gelogen habe. Das Video zeige, wie sie vor ihren Vorgesetzten und dem Sicherheitspersonal den Angriff Strauss-Kahns mit Gesten nachstelle. Dies sei ein «sehr wichtiger Fakt».

Strauss-Kahn war am 14. Mai wegen eines angeblichen sexuellen Übergriffs auf das Zimmermädchen festgenommen worden. Nur wenige Tage später trat er von der Spitze des IWF zurück. Das zuständige New Yorker Gericht stellte das Verfahren gegen ihn Ende August ein, weil die Klägerin als unglaubwürdig eingeschätzt wurde. Das mutmassliche Opfer reichte anschliessend eine Zivilklage gegen Strauss-Kahn ein.

(AFP)

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