Vier Fussballfans sterben bei Massenpanik

Sie wollten sich das Endspiel der Fussballmeisterschaften in Honduras ansehen. Doch die zu viele verkauften Tickets führten zu einer Massenpanik – und zu Toten und Verletzten.

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Bei einer Massenpanik unter Tausenden Fussballfans vor einem Stadion in Honduras sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Ein ungeborener Fötus starb ebenfalls, 25 weitere Menschen wurden am Sonntag verletzt, teilte das Universitätsklinikum mit.

Bei dem Vorfall vor dem Nationalstadion in Tegucigalpa in Honduras' Hauptstadt hatten Fans sich gegenseitig in Richtung der gesperrten Veranstaltungsanlage geschubst. Rund 600 Polizisten waren im Einsatz und nutzten Wasserkanonen und Tränengas, um die Masse zurückzudrängen. Die Fans wollten das Fussballspiel zwischen den Vereinen Motagua und Honduras Progreso sehen.

Zu viele Besucher als Grund

Ein Sprecher des Spitals sagte der Nachrichtenagentur AP, dass die Opfer an Erstickung und mehreren Knochenbrüchen gestorben seien. Der Fötus sei gestorben, als sich seine Mutter schwere Verletzungen zugezogen habe.

Aus einer Mitteilung der Polizei ging hervor, dass für das Spiel vermutlich zu viele Tickets verkauft worden waren. Das Stadion mit einer Kapazität von 30'000 Plätzen sei bereits voll gewesen, während Fans ausserhalb der Anlage noch ihre Eintrittskarten geschwenkt hätten. Menschen seien wütend geworden, weil sie nicht ins Stadion gekonnt hätten.

Motagua gewann das Spiel mit 3:0. Klub-Präsident Eduardo Atala twitterte danach, es gebe nach dem Vorfall ausserhalb des Stadions nichts zu feiern.

foa/si

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