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Wer vom «grössten Massaker» an Elefanten profitiert

Tierschützer berichteten von 87 erschossenen Elefanten in Botswana. Nun gibt es Zweifel. Auf den Spuren von Wilderern und Spendenjägern.

Es sieht aus wie ein Zelt, das in sich zusammengefallen ist. Auf Höhe des ­Bauches ist ein grosses Loch, durch das man dorthin sehen kann, wo früher die Innereien waren. Neben dem Kadaver des Elefanten hat sich eine zähe schwarze Flüssigkeit gebildet, die man von ­weitem riecht, die nächsten Tage riechen wird.

Colonel George Bogatsu klopft mit dem Knöchel seiner Hand ein paar Mal auf die harte Haut des toten Elefanten und lauscht dem hohlen Ton hinterher, als könne er daraus etwas schliessen über die Todesumstände. «Das waren Wilderer», sagt er, «zuerst haben sie geschossen, dann haben sie, um Munition zu sparen und das Tier bewegungsunfähig zu machen, dem Elefanten die Wirbelsäule durchgeschnitten.» Er zeigt auf zwei Einschnitte am Rücken. Erst dann haben sie dem Elefanten die Stosszähne abgeschnitten, sie aus dem Gesicht herausgerissen mit Äxten oder Macheten und schliesslich Zweige über den Kadaver gelegt, damit die Aasgeier die Beute nicht entdecken hier im Norden Botswanas. Aasgeier sind von weitem zu sehen, sie helfen, die Wilderer zu finden.

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