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Weshalb die Polizei vor drei Tätern warnte

Die Münchener Polizei spricht von einer «akuten Terrorlage», eilt an vermeintliche Tatorte und jagt drei Täter – fälschlicherweise, wie sich später herausstellt.

Ein langer Abend in Angst: Am Tag danach zeigen sich die Münchener schockiert.

Erst fallen Schüsse bei einem McDonald’s, dann in einem Einkaufszentrum. Dann wird eine Schiesserei beim Stachus gemeldet, Sicherheitskräfte eilen auch an andere Orte. Es sieht so aus, als wüteten in München mehrere Terroristen an mehreren Orten.

Die Polizei geht am Freitagabend von drei Tätern aus – alle auf freiem Fuss. «Zeugen melden drei verschiedene Personen mit Schusswaffen», erklärt die Polizei auf Facebook. Sie warnt die Bevölkerung davor, sich im öffentlichen Raum zu bewegen.

Erst Stunden später geben die Behörden vorsichtig Entwarnung. Sehr wahrscheinlich habe man den Täter in einer Seitenstrasse des Olympia-Einkaufszentrums tot aufgefunden. Offenbar hatte er sich selber erschossen. Hinweise auf weitere Täter gebe es zurzeit nicht.

Die Polizei hat einen «möglichen Mitwisser» festgenommen: Sicherheitskräfte stehen vor dem McDonalds nahe des Olympia Einkaufszentrums, wo die Schiesserei stattgefunden hat. (23. Juli 2016)
Die Polizei hat einen «möglichen Mitwisser» festgenommen: Sicherheitskräfte stehen vor dem McDonalds nahe des Olympia Einkaufszentrums, wo die Schiesserei stattgefunden hat. (23. Juli 2016)
Sven Hoppe, Keystone
Mehrere tausend Menschen haben am Sonntagabend in München der Opfer des Amoklaufs gedacht. (24. Juli 2016)
Mehrere tausend Menschen haben am Sonntagabend in München der Opfer des Amoklaufs gedacht. (24. Juli 2016)
Josef Hildebrand, Keystone
Polizeihelikopter über München.
Polizeihelikopter über München.
AFP
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Polizisten für Terroristen gehalten

Wie konnte es zu dieser konfusen Informationslage kommen? Am Stachus sprach die Polizei später von einem Fehlalarm nach einer Panik. Leute hätten geschrien und seien in Tränen ausgebrochen.

Wegen der Fluchtszenen beim McDonald’s und im Olympia-Einkaufszentrum seien ausserdem mehrere Menschen fälschlicherweise als Verdächtige wahrgenommen worden. So wurden auch Zivilpolizisten für Terroristen gehalten. Die Beamten nahmen mit gezückter Waffe im Einkaufszentrum die Verfolgung des Täters auf, wie «Focus online» berichtet.

Mehrere Personen hatten bei der Polizei auch gemeldet, sie hätten Schüsse gehört. Offenbar waren das Falschmeldungen. Die Sicherheitskräfte mussten diesen Hinweisen aber nachgehen.

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