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«Wir sind ganz normal am trainieren»

Der FC Zürich plant zurzeit keine Rückreise aus dem Trainingslager in Tunesien. Die andauernden Unruhen gehen aber nicht spurlos an den Spielern vorbei.

Diese Spieler beschäftigt die Unruhen am meisten: Die Tunesier Amine Chermiti, Santos (ehemaliger FCZ-Spieler) und Mohamed Ali Nafkha (v.l.n.r.) im Trainingslager in Sousse. (Bild: zvg/Tages Anzeiger)
Diese Spieler beschäftigt die Unruhen am meisten: Die Tunesier Amine Chermiti, Santos (ehemaliger FCZ-Spieler) und Mohamed Ali Nafkha (v.l.n.r.) im Trainingslager in Sousse. (Bild: zvg/Tages Anzeiger)

Die Zürcher fühlen sich im Trainingslager in Tunesien sicher – wie lange noch? Die seit Tagen andauernden Unruhen in Tunesien gehen nicht spurlos am FC Zürich vorbei. «Wir sind ganz normal am trainieren. Die Sicherheitslage klären wir jedoch stündlich neu ab», sagt Giovanni Marti, Pressesprecher vom FCZ, am Samstag gegenüber dem Redaktion Tamedia. Mannschaft und Verantwortliche weilen seit Dienstag im Trainingslager in Sousse, 150 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Tunis gelegen. Und vor allem wegen der vier Tunesier im Kader sind die Demonstrationen, die Toten und die Flucht von Präsident Zine al-Abidine Ben Ali ein Thema.

«Aber», beteuerte Sportchef Fredy Bickel am Freitagabend, «wir fühlen uns im Moment sicher.» Und es bestünden keine Anzeichen, dass sich an dieser Lage Grundsätzliches ändern könnte. Bickel sagt jedoch auch: «Wir stehen in ständigem Kontakt mit der Schweizer Botschaft und könnten jederzeit sofort ausreisen.» Am späten Abend schliesslich gab der FCZ bekannt, dass er die frühzeitige Heimreise prüfe – ein Flugzeug stehe auf Abruf bereit. Allerdings war gestern der Flughafen von Tunis geschlossen worden und gilt im ganzen Land von 18 Uhr bis 7 Uhr eine Ausgangssperre. Immerhin hatten die Zürcher dadurch in der Nacht ihre Ruhe.

Sion annullierte Trainingslager

Heute Morgen soll der Flugverkehr wieder aufgenommen werden – und überlegen sich die Zürcher die nächsten Schritte. «Wenn wir nicht trainieren können, macht es keinen Sinn, hier zu bleiben», sagt Pressechef Giovanni Marti. Zumal Testspiele gegenwärtig nicht erlaubt sind – die Regierung untersagte bis auf weiteres Menschenansammlungen.

Die Partie gegen den FC Sion, der ebenfalls nach Tunesien reisen und am kommenden Freitag in Sousse gegen den Ligakonkurrenten testen wollte, fällt jedoch aus einem anderen Grund aus: Die Walliser annullierten ihr Trainingslager aus Sicherheitsgründen kurzfristig.

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