Thun

Die WM der Militärschützen ist eröffnet

ThunMit dem Einmarsch der 45 teilnehmenden Nationen und Reden wurde am Mittwoch die WM der Militärschützen auf dem Rathausplatz eröffnet.

Eröffnung der CISM-Weltmeisterschaften auf dem Rathausplatz in Thun. Stadtpräsident Raphael Lanz (l.) und Korpskommandant Philippe Rebord lauschen bei der Eröffnungsfeier CISM-Vertreter Dirk Schwede.

Eröffnung der CISM-Weltmeisterschaften auf dem Rathausplatz in Thun. Stadtpräsident Raphael Lanz (l.) und Korpskommandant Philippe Rebord lauschen bei der Eröffnungsfeier CISM-Vertreter Dirk Schwede. Bild: Patric Spahni

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Nach dem nachmittäglichen Gewitterregen in Thun beeilten sich die Organisatoren der 50. Weltmeisterschaften der Militärschützen des CISM, deren Er­öffnung auf dem Rathausplatz durchzuführen. Etwas vorzeitig begann der Einzug der Delegationen.

Von der Unteren Haupt­gasse her zogen die Vertreter aus 45 Nationen – Nordkorea hatte im letzten Moment doch abgesagt – angeführt von ihren Fahnenträgern auf den Platz und stellten sich sauber ausgerichtet in Einerreihe vor dem Rathaus auf zur Eröffnungszeremonie.

«Guten Ort gewählt für WM»

Nach den vom Militärspiel intonierten Hymnen begrüsste der Chef des CISM Schweiz, Christian Hess, die Militärschützen und -schützinnen aus aller Welt in Thun. Hess dankte der Stadt, dass diese den Platz im Zentrum der historischen Altstadt für die Eröffnung der sechsten WM der Militärschützen in der Schweiz – der vierten in Thun – zur Ver­fügung gestellt habe.

Stadtpräsident Raphael Lanz (SVP) nahm den Ball in seiner Ansprache auf und betonte, dass man sich extra Mühe gegeben habe, damit die Sonne wieder scheine zum Auftakt. «Sie haben einen guten Ort gewählt für die WM», betonte Lanz und verwies auf die enge Verbundenheit der Stadt mit der Armee.

Dazu zitierte er aus einem Artikel des englischen «Globe», wo 1852 zu lesen war, dass es keine Armee auf der Welt gebe, die sich einen schöneren Ort für ihre Präsenz ausgewählt habe als das Schweizer Militär mit Thun.

Der nächste Redner, der Deutsche Dirk Schwede als offizieller Vertreter der CISM-Organisation mit Sitz in Brüssel, erinnerte daran, dass diese dort vor genau 70 Jahren gegründet wurde und heute die weltweit zweitgrösste Sportorganisation sei nach dem Olympischen Komitee.

Schwede erinnerte an die lange Schiess­tradition in der Schweiz, wo bereits 1442 der erste Schützenwettkampf stattgefunden habe, und dankte im Namen des CISM für die Schweizer Gastfreundschaft.

50. WM zu 50-Jahr-Jubiläum

Wie Schwede sagte, ist es eine besondere Ehre für die Schweiz, die seit 1968 Mitglied beim CISM ist, dass sie nun hier in Thun die 50. Schiess-WM durchführen könne. In Vertretung von VBS-Vorsteher Guy Parmelin (SVP), der eigentlich für die Eröffnungsfeier angesagt war und stattdessen nun zur Abschlussfeier am Dienstag 5. Juni im Stadion Lachen erscheinen soll, war es der Chef der Schweizer Armee, Korpskommandant Philippe Rebord, der die WM offiziell für eröffnet erklärte.

Rebord hob in seiner kurzen Rede die förderliche Tätigkeit der Armee für den Sport hervor. Im Gegenzug erhöhe die sportliche Aktivität auch das Niveau der Schweizer Armee mit ihrem Milizsystem, betonte der Armeechef.

Am Donnerstag beginnen die Schiesswettkämpfe Gewehr 300 Meter (nur Männer) und Gewehr 50 Meter für die Frauen in der Guntelsey. Fürs Pistolenschiessen auf 25 Meter wurde auf dem Waffenplatz im hinteren Auwald für die WM eine mobile Grossanlage erstellt. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 30.05.2018, 22:31 Uhr

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