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Henkersmahlzeit für den Gastroführer «Guide Bleu»?

GastrokritikDer Restaurantführer «Guide Bleu» dürfte 2011 das letzte Mal erscheinen. Ein Thuner Verlag zeigt Interesse am Konzept.

Nach 25 Jahren ist Schluss. Die Ausgabe 2011 des landesweit verbreiteten Gastroführers «Guide Bleu» dürfte die letzte sein: Der Brunner-Verlag in Kriens, der das Buch seit 1976 herausgibt, will die Rechte verkaufen. Das zurückhaltende Interesse von Partnern, Inserenten und Abonnenten habe sie zu diesem Schritt bewogen, sagt Verlagsleiter Werner Kirschbaum. Testesser ohne Buch Die Zusammenarbeit mit der Testredaktion wurde im Oktober letzten Jahres gekündigt – seither ist unklar, wie es weitergeht. Der langjährige Chefredaktor Tony Honegger ist mittlerweile mit seiner neuen Stiftung Gastro Audit ohne Buchverlag gestartet. Er bietet den Wirten an, von der Stiftung ausgebildete Auditoren für ein Coaching einzusetzen. Diese erscheinen unangemeldet und bleiben bis nach dem Essen anonym. Als «äusserst unglücklich» bezeichnet Urs Mühle, ein ehemaliger Testesser, die Entwicklung. Der «Guide Bleu» habe stark auf die lokale Küche gesetzt und den Wirten wertvolle Rückmeldungen gegeben. «Nun gehen Know-how und Rechte auseinander», sagt Mühle. Honegger habe rund die Hälfte der bisherigen 70 Tester um sich geschart. Die Marke Guide Bleu wird er aber nicht verwenden dürfen – die Rechte liegen beim Verlag. Interesse aus Thun Wie Recherchen dieser Zeitung ergaben, bemüht sich der Weber-Verlag aus Thun um das Gastrokonzept. Auf Anfrage bestätigt Verlagsleiterin Anette Weber lediglich das Interesse aus Thun: «Wir stehen in Verhandlungen.» Offen lässt sie auch, ob der blaue Führer nach dem möglichen Kauf je wieder in gedruckter Form erscheinen wird. Christian Zeier>

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