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Mehr Wohnraum im Ortskern

HerzogenbuchseeDie Städteplaner Urs Brülisauer und Paul Hasler referierten vor dem Gewerbeverein über Chancen im örtlichen Gewerbe und Detailhandel.

«Leere Läden in der Kernzone – dieses Problem hat nicht Herzogenbuchsee allein», sagte der Städteplaner Urs Brülisauer zu Beginn seines Vortrags an der Versammlung des Gewerbevereins (HGV) im Buchser Sonnensaal. «Die Zentren der Orte und Städte erfahren in der ganzen Schweiz, ja in ganz Europa einen grundlegenden Strukturwandel.» Überall sei der Detailhandel stark eingebrochen. Mit dem Wegfall der Geschäftsnutzung werde oft die wirtschaftliche Grundlage der Liegenschaft in Frage gestellt. Dies bereite Privaten und der öffentlichen Hand massive Probleme. Illusionen dürfe man sich beim Planen von Gegenmassnahmen keine machen, warnte Brülisauer. «Die Entwicklung lässt sich nicht aufhalten und schon gar nicht rückgängig machen.» Doch durch die frühzeitige Einbindung aller Akteure könnten noch bestehende Geschäfte erhalten bleiben. Wohnraum schaffen Was also geschieht mit den leer werdenden Erdgeschossen in den Buchser Kernzonen? Es sei kaum möglich, einträgliche Ladennutzungen dafür zu finden, sagte Urs Brülisauer. Oft seien es Solarien, Imbisse, Büros, Praxen, Trödler und Bars, die nachzögen. «Die fallenden Mietzinse ziehen Nutzungen an, die den Abstieg deutlich machen.» Er empfahl deshalb, nicht nach Ersatznutzungen im Erdgeschoss Ausschau zu halten, sondern die Obergeschosse zu stärken. Hier liessen sich Wohnflächen anbieten, die Erträge einbrächten. «Das Wohnen ist heute schon die flächenmässig wichtigste Stütze der Ortskerne und soll noch gefördert werden.» Der Wandel in Buchsi sei nicht als Gefahr, sondern als Chance wahrzunehmen, betonte der Städteplaner. Zunächst gelte es, die Situation in der Kernzone zu klären, ihr Wohnpotenzial zu erkennen und die Zusammenarbeit mit den Eigentümern zu suchen. «Der Detailhandel muss eine gemeinsame Strategie entwickeln», riet er den HGV-Mitgliedern. Bevor Massnahmen greifen können, brauche es Verständigung. HGV-Präsident Martin Stauffer hielt fest, dass Buchsi diesbezüglich auf guten Wegen sei. Eine Arbeitsgruppe des HGV macht nun gemeinsam mit den Städteplanern Brülisauer und Hofer eine Analyse und wird Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Mit Vizegemeindepräsidentin Susanne Wetz (SP) ist auch die Gemeinde in der Arbeitsgruppe vertreten. Hans Käser>

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