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«300 leere Wohnungen»

BurgdorfDie IG Uferweg Nein lässt sich zum kantonalen Preis vernehmen, der an die geplante Wohnsiedlung am Uferweg vergeben worden ist.

Eine kantonale Jury hat dem Wohnbauprojekt am Burgdorfer Uferweg, das die gut 50-jährige Blocksiedlung ersetzen soll, für gutes Planen ein Preisgeld von 150000 Franken zugesprochen (wir berichteten). Das Projekt ist in der Bevölkerung jedoch umstritten; es gilt als unsozial und zum Teil auch als unästhetisch. Die beiden Köpfe der Opposition, die sich zur IG Uferweg Nein zusammengeschlossen hat, melden sich nun zu Wort. Es stehe der IG nicht zu, die Preisverleihung an sich zu werten, halten Erich Buser und Fritz Bösiger in ihrem Communiqué fest. Eine Formulierung aus dem Wettbewerbstext möchten sie aber nicht unkommentiert stehen lassen. So schreibt der Kanton unter anderem: «Die geplante Wohnüberbauung am Uferweg soll als Ersatz für eine sanierungsbedürftige, nicht mehr zeitgemässe Siedlung erstellt werden.» Demgegenüber halten Buser und Bösiger fest: Von «unzeitgemäss und sanierungsbedürftig» könne ihrer Ansicht nach keine Rede sein. Immerhin sei die 1955 erbaute Siedlung erst im Jahr 1990 für 8,7 Millionen Franken umfassend saniert worden. Preiswerte, ruhig gelegene Wohnungen wie jene am Uferweg seien in Burgdorf sonst nirgends zu haben. An Wohnungen im gehobenen Standard herrsche dagegen kein Mangel: In der Stadt stünden derzeit rund 300 Neubauwohnungen an fünf verschiedenen Standorten leer. Nun liege es in der Verantwortung der Politik, ob in Burgdorf anstelle von günstigen Wohnungen weiterer «komfortabler, aber leer stehender Wohnraum» entstehen solle.heb>

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