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Aarberg: Filmriss im Kino Royal

landkino Nun flimmert wohl bald der letzte Streifen über die Leinwand des Aarberger Kinos. Die Digitalisierung ist dem Betreiber zu teuer.

Im 164-plätzigen Kino Royal in der Nähe der Aarberger Altstadt gehen wohl schon bald für immer die Lichter aus. Die Liegenschaft an der Murtenstrasse ist derzeit für 890000 Franken zum Verkauf ausgeschrieben. Der Kinobesitzer und langjährige Leiter der Kinobetriebe Marti in Thun, Walter Loosli, bestätigt die Information des Onlineportals Aarberger.ch. «Mir fehlt das Geld, um das Kino weiterzuführen», sagt Loosli. Sobald er einen Verkäufer für das Haus gefunden habe, werde er den Filmbetrieb einstellen, so Loosli. «Vielleicht wird dies schon in ein paar Wochen der Fall sein. Spätestens aber im Sommer höre ich auf.» Um gegenüber grösseren Kinos in der Region konkurrenzfähig zu bleiben, müsste Loosli auf die digitale Technologie umsatteln. Kostenpunkt: zwischen 100000 und 150000 Franken. Geld, das er nicht hat. Nur noch selten gibt es Filme als 35-Millimeter-Kopien, wie sie im Royal noch verwendet werden. 2005 kaufte Loosli das Kino in Aarberg. Er sanierte es für eine halbe Million. Zwar habe man schon damals von einer digitalen Zeit des Kinos geredet. Keiner habe aber damit gerechnet, dass diese so schnell anbrechen würde, sagt er. Im vergangenen Jahr zählte er noch 6000 Besucher. «Das reicht nicht. Es müssten doppelt so viele sein», so Loosli bedauernd.Deborah Balmer/don>

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