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Alles andere wäre dumm

Katharina Merkle

Der Grosse Rat hat gestern das einzig Richtige getan: Er hat den überparteilichen Vorstoss für die Erdverlegung der Stromleitung zwischen Wattenwil und Mühleberg sehr deutlich angenommen. Und damit den Druck auf die BKW erhöht. Dies ist nötig. Denn freiwillig wird die BKW die Leitung nicht in den Boden verlegen. Schliesslich treibt dies die Kosten bis um das Zehnfache in die Höhe. Doch die Folgen einer Freileitung würden die Steuerzahler im Kanton Bern viel teurer zu stehen kommen. Denn niemand will unter einer Starkstromleitung wohnen. Diese Angst vor gesundheitlichen Schäden kann die Entwicklung entlang der 32,7 Kilometer langen Leitung deutlich bremsen. So beispielsweise im fürs Wohnen gut erschlossenen Wangental und dem Oberen Gürbetal. Zum anderen wären die 111 bis 90 Meter hohen Masten ein schmerzlicher Anblick. Gerade auf den Hügeln des Längenbergs oder in den idyllischen Weilern Liebewil und Mengestorf würde dies ein massiver Eingriff bedeuten. Die Leitung würde den touristischen Wert verringern. Dies notabene in einer Region, die sich mit dem Label «Naturpark» landesweit einen Namen machen will. Die betroffenen Gemeinden, diverse Organisationen und Parteien jeglicher Couleur haben bisher erfolgreich den Aufstand geprobt. Sie tun dies ab jetzt mit Hilfe der Kantonsregierung, die im BKW-Verwaltungsrat vertreten ist. Viel deutlicher gehts nicht – jetzt muss die BKW ihre Pläne anpassen. katharina.merkle@bernerzeitung.ch >

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