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Anschlag auf Gotthelfs Augen

In der Nacht auf Samstag haben zwei unbekannte Täter das Gotthelf-Transparent oberhalb der Kirche Lützelflüh zerstört.

Das 31 mal 8 Meter grosse Transparent mit den mehr und weniger fett gedruckten Wörtern, die von weitem aussehen wie die Augen Jeremias Gotthelfs, fiel im November bereits einer Windböe zum Opfer. Diesmal ist die Zerstörung aber schlimmer. Und definitiv. Unbekannte Täter – zwei, wie die Spuren im Schnee zeigen – haben das Gotthelf-Transparent am Rainbergli in Fetzen zerschnitten. Ebenfalls kaputt sind die Scheinwerfer, die das Transparent in der Nacht beleuchteten. Der Sachschaden belaufe sich auf mindestens 60000 Franken, so die Arbeitsgruppe Gotthelf-Zentrum. Das Transparent sei nicht versichert gewesen, erklärt Heinrich Schütz von der Arbeitsgruppe. Ob man ein neues machen lasse, sei noch unklar, «es sieht aber eher nicht danach aus». Schliesslich sei das Transparent, das für das Gotthelf-Jahr 1997 hergestellt worden war, ja von Anfang an nur als temporärer Gedankenanstoss gedacht gewesen. Als Werbung für das geplante, umstrittene Gotthelf-Zentrum in Lützelflüh. Heinrich Schütz hütet sich davor, den Vandalenakt den Zentrumskritikern in die Schuhe zu schieben. «Bezüglich Täter und Motive tappen wir im Moment völlig im Dunkeln.» Deshalb sucht die Polizei (034 4247861) nun Zeugen. maz>

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