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Auf der Suche nach Konstanz

SCL TigersNach der 2:4-Niederlage bei Tabellenführer Zug sind die Langnauer unter den Strich gerutscht. Coach John Fust sieht in zu zahlreichen individuellen Fehlern sowie fehlender Konstanz das derzeitige Problem bei den SCL Tigers.

Zwei Spiele, kein Punktezuwachs: Die 2:3-Heimniederlage gegen Biel sowie das samstägliche 2:4 bei Leader Zug führten dazu, dass sich die SCL Tigers nach sieben Runden unter dem Strich wiederfinden. Besonders die Pleite beim EVZ widerspiegelt die momentane Verfassung der Langnauer. Es fehlt derzeit vor allem an der Konstanz. «Ich sehe zwei Seiten. Einerseits zeigt das Team immer wieder seinen starken Charakter, anderseits unterlaufen uns zu viele individuelle Fehler, die am Ende Punkte kosten», meinte der nach der Partie in Zug nachdenklich gestimmte Tigers-Coach John Fust. In der Bossard-Arena waren die SCL Tigers dominant in die Partie gestartet. Die Zuger – allen voran die Paradeformation mit dem sich in beneidenswerter Form befindenden Damien Brunner, Torgarant Esa Pirnes und Fabian Schnyder – bissen sich an der stabilen Langnauer Defensive Mal für Mal die Zähne aus. Auch offensiv wussten die Emmentaler in der ersten Spielhälfte zu gefallen. Die 1:0-Führung nach dem ersten Drittel, Topskorer Pascal Pelletier hatte in der 11. Minute getroffen, fiel eher zu knapp aus. Ab Mitte des zweiten Abschnitts wendete sich jedoch das Blatt und die andere, fehlerhafte Seite der Tigers kam zum Vorschein. Innert 9 Minuten zog Zug durch Björn Christen (30.), Duri Camichel (36.) und Fabian Sutter (39.) auf 3:1 davon. Dem ehemaligen Langnau-Stürmer Sutter gelang das Sieg bringende Tor für den Tabellenführer, der am Freitag bei der 1:5-Niederlage bei Ambri-Piotta von der Rolle gewesen war. Sutter fühlt sich mittlerweile wohl beim Innerschweizer Verein: «Die letzte Saison verlief unbefriedigend für mich, doch jetzt bin ich in Zug angekommen.» Selbstkritik, aber keine Panik Nach Sutters 3:1 zeigte sich die Equipe von John Fust wieder von ihrer kämpferischen Seite. Zu mehr als dem 2:3-Anschlusstor durch Sandro Moggi (45.) sollte es jedoch nicht mehr reichen, und Zugs Schnyder machte 5 Minuten vor Schluss mit dem 4:2 alles klar. Dass sich das Resultat schliesslich in einem erträglichen Rahmen präsentierte, hatten die Langnauer in erster Linie ihrem Torhüter Robert Esche zu verdanken. Dank mehreren mirakulösen Paraden sowie dem Sieg im Penaltyduell mit Duri Camichel (57.) sorgte der Amerikaner dafür, dass sein Team bis zum Schluss hoffen durfte. «Unser Goalie spielte einmal mehr ausgezeichnet, an ihm lag es definitiv nicht», meinte Jörg Reber. Langnaus Verteidigerroutinier sah die Gründe für die Niederlage vielmehr darin, «dass wir es nicht geschafft haben, 60 Minuten auf dem Level aus dem ersten Drittel zu agieren. Wir haben uns mit dummen Fehlern selber in den Schlamassel geritten.» Dramatisieren mochte der 37-Jährige die beiden Niederlagen allerdings nicht: «Wir müssen selbstkritisch sein, doch sicher werden wir den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken.» Ähnlicher Meinung war Coach Fust: «Wir sind nicht weit weg vom Niveau aus der erfolgreichen letzten Saison; ich sehe grosses Potenzial. Klar ist aber, dass wir die Fehlerquote minimieren müssen und uns nicht mehr derart naiv wie in den letzten Begegnungen verhalten dürfen.» Um diese Ziele zu erreichen, bedürfe es in erster Linie härteren Trainings im Defensivbereich. Lernen aus Niederlagen Auf die SCL Tigers wartet also in nächster Zeit viel harte Arbeit, denn John Fust sähe in Zukunft gerne vermehrt die kämpferische, charakterstarke Seite seiner Mannschaft. Dass seine Spieler diesem Wunsch nachkommen werden, davon ist der kanadisch-schweizerische Doppelbürger überzeugt: «Aus jeder Niederlage lernt man, und schon bald wird wieder ein besseres Langnau zu sehen sein.» Dies ist zwingend, wollen die SCL Tigers im nächsten Frühling erneut zu Playoff-Ehren kommen.Thierry Dick>

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