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Das «grüne Dach» gab zu reden

WahlanalyseDie Grünen gehen nach den Verlusten an den vergangenen eidgenössischen Wahlen über die Bücher. Sie wollen sich auf ihre Werte besinnen und die Links-rechts-Debatte überwinden.

Grünen-Präsident Ueli Leuenberger rief am Samstag in Bern die Delegierten seiner Partei auf, die Wahlen vom 23.Oktober schnell, aber auch sorgfältig aufzuarbeiten. Die Grünen büssten 1,2 Prozent Wähleranteile sowie fünf Nationalratssitze ein. Die Partei müsse die Arbeitsweise wie auch die politischen Positionen und Lösungsvorschläge überarbeiten, sagte Leuenberger an der ersten Delegiertenversammlung der Grünen nach den Wahlen. Dabei seien die «Links-rechts-» und die «In-die-Mitte-rücken-Debatte» nicht geeignet, um vorwärtszumachen. Wichtig sei, «dass das breite grüne Dach unserer Partei» breit bleibe, fügte Leuenberger an. Wie breit dieses «grüne Dach» sein soll, wurde im Anschluss von den Delegierten lebhaft diskutiert. Während einige Stimmen von den Grünen als «linke Partei» oder Oppositionspartei sprachen, wollten viele andere die Links-rechts-Debatte überwinden. Mehrere Delegierte hielten fest, dass es falsch wäre, den Grünliberalen hinterherzurennen. Wieder andere plädierten für mehr Offenheit. «Wir müssen die grünen Kräfte bündeln», sagte etwa der Berner Nationalrat Alec von Graffenried. Man müsse das grüne Dach breit spannen, damit langfristig auch die Grünliberalen Platz hätten. Für die Zukunft müsse man sich vor allem auf die Werte der Partei konzentrieren, betonte Generalsekretärin Miriam Behrens. Die Grünen dürften künftig aber nicht mehr einseitig auftreten und müssten die «Breite des grünen Daches» vorleben. Die Grüne hätte in ihrem Wahlkampf mit dem Atomausstieg zwar auf ein richtiges Thema gesetzt, die Lösungen aber zu wenig betont, analysierte Behrens den Wahlkampf der Grünen. «Die Atomkampagne war zu stark auf den Ausstieg fokussiert», so Behrens. sda >

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