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Das Zentrum Artos will ein Gebäude aufstocken

InterlakenDer Verein Zentrum Artos Interlaken bewilligte an seiner Generalversammlung ein Kostendach von 3,5 Millionen Franken. Im Gebäude Regenbogen sollen zehn neue Einzel-

Weil Zweierzimmer im modernen Pflegebetrieb immer weniger gefragt sind und deshalb oft nicht voll belegt sind, will der Verein Zentrum Artos Interlaken im Sinne einer Qualitätsverbesserung 10 der 16 Doppelzimmer durch Einzelzimmer ersetzen. Martin Althaus vom Architekturbüro Lengacher Althaus AG in Unterseen stellte das Projekt vor, das ein zusätzliches Stockwerk auf dem Gebäude Regenbogen vorsieht. Wie er mitteilte, ist die Baubewilligung bereits eingetroffen. Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf 3,54 Millionen Franken. Für die Solaranlage wird ein Förderbeitrag von 32000 Franken erwartet. Oppositionslos wurde an der Generalversammlung das Kostendach von 3,5 Millionen Franken bewilligt. Die Arbeiten würden nun sofort ausgeschrieben, erklärte Althaus. Er rechne damit, im Sommer mit dem Bau anzufangen. Bis zur Generalversammlung in einem Jahr seien die Arbeiten abgeschlossen. Wie Architekt Althaus erläuterte, darf das zusätzliche Stockwerk statt 60 Meter wie das bestehende Gebäude nur 40 Meter lang werden. Die Wohnungen würden so etwas kleiner als in den unteren Geschossen, dafür entstünden zwei Terrassen. Er sprach von einer «attraktiven Wohnlage im Attikageschoss». Weil das 1994 erstellte Gebäude den heutigen Vorschriften über die Erdbebensicherheit nicht mehr entspreche, müsse die Statik verstärkt werden. Das Haus Regenbogen sei nachher erdbebensicher, versicherte Althaus. Mit der 160 Quadratmeter grossen Solaranlage auf dem Dach könnten das Warmwasser aufbereitet und die Heizanlage unterstützt werden. Wegen der Verlängerung ins Attikageschoss kann der Lift laut Althaus an sieben Tagen nicht benützt werden. Gemäss Auskunft von Heimleiterin Lea Hafner wird die Zivilschutzorganisation sieben Leute zur Verfügung zu stellen, um den Heimbetrieb während der liftlosen Zeit sicherzustellen. Erfolg im Jahr 2010 Vor dem Baubeschluss genehmigte die von Präsident Thomas Humbel geleitete Generalversammlung des Vereins Zentrum Artos Interlaken der Evangelisch-methodistischen Kirche der Schweiz einstimmig die Jahresberichte und Rechnungen von Alters- und Pflegeheim, Hotel und Wohnungen. Pfarrer Ernst Hug aus Frutigen und Peter W. Schlatter aus Schaffhausen wurden neu in den Vorstand gewählt. Über ein «gutes und erfolgreiches Jahr» im Alters- und Pflegeheim berichtete Heimleiterin Lea Hafner. Sorgen bereiten ihr aber die stets steigenden Ansprüche und die sich rasch folgenden Systemwechsel. Dies wirke sich auf die Kosten aus. Die Kontrollen würden immer detaillierter, was viel Zeitaufwand erfordere. Die Pflege sei heute kein Traumberuf mehr, mahnte sie. 2010 war ein Rekordjahr Mit einer Zunahme um 4,4 Prozent auf 26167 Logiernächte im Hotel konnte Markus Hafner von einem Rekordjahr berichten. Der Umsatz stieg auf 3,06 Millionen Franken (+5,6 Prozent). Das Hotel sei gut ins Jahr 2011 gestartet, er erwartete Zahlen wie im Vorjahr. Die Rechnungsüberschüsse im Alters- und Pflegeheim 16125 Franken und im Hotel von 6997 Franken (bei Abschreibungen von über einer Million Franken) wurden auf das Eigenkapital übertragen. Robert Aemmer>

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