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Die Ilfishalle bekommt ein neues Gesicht

LangnauMehrzwecksaal, Fitnesszentrum, VIP-Logen und ein neues Dach: Nun ist klar, wie das Langnauer Ilfisstadion nach dem Umbau aussieht. Die Kosten sind höher als angenommen.

Noch vor ein paar Monaten hiess es, der Umbau werde 10 bis 15 Millionen Franken kosten. Dann begann die genauere Planung, und dabei hat sich offenbar gezeigt, dass die Bausubstanz weniger gut ist als angenommen. «Die Eisbahn ist 50-jährig, das Dach 35-jährig – entsprechend gross ist jetzt der Handlungsbedarf», sagt Ulrich Sutter, Präsident der Ilfisstadion AG (Isag). Entsprechend hoch sind die Kosten: rund 29 Millionen Franken. Gestern haben die Verantwortlichen die Umbaupläne vorgestellt. Demnach wird der heutige Vorbau auf der Nordseite der Ilfishalle komplett abgerissen. An seiner Stelle entsteht ein Neubau aus Holz und Glas, wo im Erdgeschoss die verschiedenen Eishockey- und Schiedsrichtergarderoben eingebaut werden. Zudem wird die Truppenunterkunft aufgehoben und in Garderoben für den öffentlichen Eislauf sowie für den Eishockeynachwuchs umfunktioniert. Erneuert werden auch die Eisaufbereitung, die Technik sowie das teilweise undichte Dach. Dies alles kostet 13,95 Millionen Franken. Ungefähr 10 Millionen davon zahlt die Gemeinde Langnau. Maximal 2 Millionen Franken steuere der kantonale Sportfonds bei, erklärt Gemeindepräsident Bernhard Antener. 1 Million wird die Isag übernehmen, zudem werden die Oberemmentaler Gemeinden allenfalls um einen Pro-Kopf-Beitrag angefragt. Jakob investiert Doch die Pläne gehen noch weiter. Im Untergeschoss des neuen Anbaus entsteht nicht wie ursprünglich vorgesehen eine Curlinghalle, sondern eine Einstellhalle. Im ersten Obergeschoss ist ein grosser Gastro- und Eventsaal geplant, in dem die SCL Tigers während ihrer Heimspiele die Zuschauer verpflegen. Der Saal lässt sich aber auch für Konzerte, Tagungen und allerlei andere Anlässe nutzen. Im zweiten und dritten Obergeschoss wird ein 1300 Quadratmeter grosses Fitnesszentrum entstehen. Auch zuoberst betreiben die Tigers ein VIP-Restaurant und eine VIP-Tribüne mit 220 neuen Plätzen. Dieser kommerzielle Teil des Anbaus kostet rund 15 Millionen Franken und wird hauptsächlich von der Jakob AG Trubschachen, der Firma von Tigers-Präsident Peter Jakob, finanziert. Diese wird das Fitnesszentrum an das Bodyline vermieten und die anderen Räume den Tigers zur Verfügung stellen, damit diese im Catering jährlich 1 bis 1,5 Millionen Franken mehr einnehmen können. Nur so könne der Klub in der NLA bestehen, erklärt Jakob. Für die Jakob AG sei es eine grosse, aber tragbare Investition. «Unsere Firma hat kein Geld an der Börse verloren, und in unseren Büros hängen auch keine teuren Van-Gogh-Bilder.» Das Volk entscheidet Die Verantwortlichen sind vom Umbauprojekt begeistert. «Das gibt eine tolle Sache», sagt etwa Peter Jakob. Besonders froh ist er darüber, «dass mit dieser Kombination von alt und neu die einzigartige Atmosphäre in der Ilfishalle bestehen bleibt». Das Zeitprogramm ist ehrgeizig. Am 23.Mai stimmt das Langnauer Parlament über den Bruttogemeindebeitrag von 13,95 Millionen ab, voraussichtlich am 3.Juli folgt dann die Volksabstimmung. Falls ein Ja herauskommt und beim Baugesuch keine grösseren Verzögerungen auftreten, beginnen die Bauarbeiten im März 2012. Der Innenausbau wäre bis zu Beginn der Eishockeysaison 2012/2013 noch nicht fertig. Und je nachdem müssten die SCL Tigers die ersten paar Meisterschaftsspiele im Herbst 2012 auswärts bestreiten. Markus Zahno>

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