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Erfahrener Lehrmeister tritt ab

Nicht nur in Kreisen der Bauleute ist der Adelbodner Hans Knutti bekannt. Heute wird er 75 Jahre alt – und blickt zurück.

Es gibt wohl kaum eine Mauer, eine Brücke, eine Strasse oder eine Bahn, die er in der Region Adelboden nicht genaustens kennt. Hans Knutti, ein Baumeister mit Leib und Seele, wird heute 75-jährig und zieht sich definitiv in den beruflichen Ruhestand zurück. Die Verantwortung fürs Tagesgeschäft in der Adelbodner Künzi+Knutti AG hat er vor Jahren abgegeben, insgesamt war er über 30 Jahre lang Vize-Verwaltungsratspräsident der K+K AG. Alles dokumentiert Zum Gesprächstermin taucht Hans Knutti mit vier Ordnern auf. Darin sind Fotos aus seinen 60 Jahren in der Baubranche, davon 50 Jahre in der eigenen Firma. Jede Station hat er dokumentiert, beim Durchblättern fällt auf, dass er sich das Leben lang vom Maurer bis zum Abteilungschef und Firmen-Mitbesitzer weitergebildet hat. «Der Nachwuchs und die Ausbildung waren immer sehr wichtig für mich», bestätigt er. «Rund 100 Maurerlehrlinge habe ich ausgebildet – gute Leute.» Auch ein Ohr für die Sorgen und Wünsche seiner Belegschaft hatte er; wenn neue Lastwagen oder Baumaschinen angeschafft wurden «sind die Arbeiter jeweils bei der Auswahl einbezogen worden. Und wenn die Ablieferung erfolgte, gab es einen Imbiss.» Sein Stil wird als menschlich, kameradschaftlich und korrekt bezeichnet. Die ersten Bilder in den Ordnern zeigen Hans Knutti Mitte der 1950er-Jahre beim Bau von Stützmauern an der Adelbodenstrasse – «das meiste von Hand», wie er betont. Doch auch bei den Hahnenmoosbahnen, dem Adelbodner Gemeindehaus oder dem Mysterypark (heute Jungfraupark) war er respektive die Firma beteiligt. «Ich habe zusammen gezählt: In den 50 Jahren habe ich Aufträge für 275 Millionen Franken ausgeführt», sagt er nicht ohne Stolz. Wie ruhig wirds jetzt? Er war zudem 30 Jahre im Vorstand des Fördervereins Ballenberg und 45 Jahre in der FDP Sektion Adelboden. Nicht zu vergessen seine Frau Hildi, die zwei Töchter und vier Grosskinder: Bei diesem intensiven Arbeitsleben bildeten sie einen Ruhepol. Zwar lässt er es jetzt ruhiger angehen, doch mit Reiten, Ski- und Velofahren oder Wandern ist er sicher noch lange ausgelastet. «Manchmal habe ich fast ein schlechtes Gewissen, wenn ich mal nichts mache.»hsf>

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