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Finn und Björk sind Eltern

Babyglück im Bärenpark: Björk hat zwei Junge geboren. Sie kamen bereits Mitte Dezember zur Welt. Falls es sich tatsächlich

Der Winterschlaf von Bärin Björk ist vorbei. In den vergangenen Tagen konnten sie Bärenpark-Besucher oft im Gehege umherstreifen sehen. Was niemand wusste: In Björks Höhle warteten zwei Bärenbabys darauf, dass die Mutter von ihren Spaziergängen zurückkehrte. Dass es im Bärenpark Nachwuchs gegeben hat, teilte Tierparkdirektor Bernd Schildger gestern Abend mit. Die Jungtiere sollen bereits Mitte Dezember das Licht der Welt erblickt haben. Zwar wissen die Tierparkverantwortlichen noch nicht, welches Geschlecht die Jungtiere haben. «Wenn eine Bärin zwei Junge zur Welt bringt, handelt es sich meist um ein Pärchen», sagt Schildger. Deshalb stehen die Namen der beiden schon fest: Berna und Urs. Laut einer Vereinbarung zwischen den Städten Bern und Solothurn aus dem Jahre 1925 müsse jeweils ein Bär auf den Namen Urs getauft werden, so der Tierparkdirektor. Wie Meerschweinchen Bei der Geburt seien Bärenbabys blind, taub und nackt, so Schildger. «Sie wiegen um die 350 Gramm und sind damit etwa so schwer wie Meerschweinchen.» Zum Vergleich: Björk bringt rund 170 Kilogramm auf die Waage. Die Bärenmutter säugt die Bärenbabys während des Winterschlafs. «Das Überleben der Kleinen hängt stark vom Ernährungszustand der Mutter ab», so Schildger. Dieser scheint gut zu sein, denn die Bärenbabys gedeihen und sollen mittlerweile etwa 30 Zentimeter gross und 3,5 Kilogramm schwer sein. Björk entscheidet Dass die Kleinen ihre Mutter noch nicht ins Freie begleiten, verhindert Björk, indem sie eine Kuhle ins Stroh drückt. «Sie gewöhnt die Kleinen langsam an ihre Abwesenheit», so Schildger. Wenn sie die Kuhle überwinden könnten, seien sie reif für einen Spaziergang. «In den nächsten Wochen wird Björk ihrem Nachwuchs den Park zeigen – wann es so weit ist, bestimmt allein die Bärenmutter.» Am wichtigsten für die frischgebackene Bärenmutter sei nun Ruhe, sagt Schildger. «Bären sind unberechenbar. Wenn sie sich massiv gestört fühlen, fressen sie ihre Jungen.» Deshalb sei es wichtig, die Tiere nicht zu necken, zu locken oder ihnen zuzujubeln, wenn sie sich im Park zeigten. Auch Vater Finn darf vorerst nicht in die Nähe seines Nachwuchses. Schildger: «Bären haben keine Vatergefühle. Die Kleinen wären für ihn nur Futter.» Andrea SommerUnter www.baerenpark-bern.ch ist ein Blick in die Bärenkinderstube möglich. >

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