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Fulehung fehlt wieder ein Horn

Wieder fehlt dem

Fast acht Monate lang hielt das provisorisch montierte rechte Horn der Fulehung-Statue am Berntor in Thun. Gewerbeschullehrer Markus Binggeli hatte es letzten Herbst angebracht, damit der Fulehung während des Ausschiesset nicht mit nur einem Horn dastehen musste. Das Originalhorn war im Winter 2008/2009 von Vandalen abgesägt worden. Jetzt fehlt jedoch auch die «Prothese» wieder. Doch dieses Mal waren keine Vandalen am Werk, sondern ein Profi: «Ich habe das Horn demontiert, um Mass für ein neues zu nehmen», sagt Roger Bertsch. Der Restaurator aus Worb hat von der Stadt Thun den Auftrag, die verstümmelte Fulehung-Statue in den nächsten Wochen zu reparieren. «Das Holzhorn wäre sowieso demnächst abgefallen», sagt Bertsch beiläufig. Heikle Arbeit Die grösste Herausforderung bei dieser Arbeit sei, möglichst genau dieselbe Bronze, aus welcher der Rest der Statue gegossen ist, zu legieren. «Die präzise Zusammenstellung der Metalle ist immer eine Art Handschrift des Künstlers», erklärt Bertsch. «Bronze ist nicht einfach gleich Bronze.» Deshalb hat Bertsch Proben von der Fulehung-Statue genommen, um die Bronzelegierung zu analysieren und ein identisches Gemisch zu kreieren. Weitere Skulpturen fällig Nach der Statue beim Berntor macht sich Roger Bertsch daran, das Regiepferd bei der Schwäbis-Voliere zu reparieren. Ihm wurde ebenfalls im vorletzten Winter der Schwanz abgesägt – genauso wie Arm, Leine und Hand des Mädchens mit Ziege im Lachen. Diese Skulptur hat Bertsch bereits restauriert. Sie erstrahlt wieder in altem Glanz, allerdings jetzt im Strandbad Thun. Die Stadt rechnet für die Restaurierungen mit Kosten von gegen 25000 Franken. Marco Zysset >

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