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Gemmi-Weg wird atemberaubend

Die Gemmi-Bahnen investieren in die Zukunft, und der traditionelle Wanderweg über die Gemmi wird spannender: Das Restaurant Wildstrubel soll im nächsten Jahr um eine Aussichtsplattform

Auf 2350 Metern Höhe wollen die Gemmi-Bahnen die Aussicht für die Besucher mit einer Aussichtsplattform attraktiver gestalten. Im zweiten Anlauf wurde das Schwindel erregende Projekt jetzt genehmigt. Eventuell soll die Plattform schon ab Anfang Sommer 2011 den Besuchern einen uneingeschränkten Blick auf das Walliser Bergpanorama freigeben. Aussicht auf 18 Berge Nachdem das Projekt einer Aussichtsplattform rund 920 Meter über dem Dorf Leukerbad zuerst aus nicht genau bekannten Gründen abgelehnt worden war, konnten die Gemmi-Bahnen doch noch mit ihrer Idee überzeugen. «Anfangs schien die Sorge zu bestehen, dass jemand versuchen könnte, auf der Plattform Suizid zu begehen», erklärt der Direktor der Gemmi-Bahnen Wolfgang Loretan unumwunden. Da dies aber auch an weiteren Orten an der Gemmi-Kante möglich sei, hätte man diesen Vorwand beseitigen können. Die Idee für einen solchen Platz mit einer Aussicht auf fast 20 Viertausender-Berge sei schon länger im Spiel. «Wir wollen den Gästen etwas Spezielles bieten. Auf dieser Plattform soll man das Gefühl haben, man hänge in der Luft», ergänzt der Direktor. Für die Wanderer wird es eine atemberaubende Pause vor dem Abstieg oder der Talfahrt. Nicht mehr als 250000 Fr. Die geplante Stahlkonstruktion wird nicht ganz zehn Meter über die Steilwand hinausragen, und ungefähr ein Dutzend Personen werden zugleich auf der Plattform die Aussicht geniessen können. Die genauen Berechnungen sind aber zurzeit noch nicht abgeschlossen. Die Finanzierung übernehmen einzig die Gemmi-Bahnen. «Die Kosten werden nicht mehr als eine Viertelmillion betragen», meint Loretan. Der Konzeptentwurf stammt von Thomas Juon von der E.&K. de Sepibus AG. Der Architekt ergänzt, dass die Konstruktion der Aussichtsplattform an die Form des Restaurants Wildstrubel und die Natur angepasst wurde. Durch eine schräg vorstehende Glaswand und den Gitterboden wird ein Blick in die Tiefe ermöglicht. Der genaue Zeitplan für den Neubau der Aussichtsplattform ist jedoch noch nicht klar definiert. Da 2012 die Bahn neu konstruiert wird und darum die Fundamente schon nächstes Jahr gemacht werden sollen, will man zeitgleich eventuell auch die Aussichtsplattform bauen. Eine Familientradition Seit 1971 sind die Gemmi-Bahn und das Berghotel Wildstrubel im Besitz der Familie Loretan. Heute wird die Tradition sogar von drei Familien weitergeführt, nämlich von Erwin Loretan, Gerhard Loretan und Martin Loretan. Der Gemmipass gilt als eine einzigartige Verbindung zwischen den Kantonen Bern und Wallis. Das Schäferfest, welches jeweils am letzten Sonntag im Juni durchgeführt wird, verwandelt die Landschaft rund um den Daubensee in ein einzigartiges Folklorefest. Nicht nur solche Anlässe, sondern auch die ansteigenden und abfallenden Felsformationen, die Wanderwege und das Panorama ziehen Touristen und Naturliebhaber an. Wer also von Kandersteg auf die Gemmi wandert, wird vielleicht schon ab dem Sommer 2011 in den Genuss der neuen Aussichtsplattform kommen. Jeanine Salzmann>

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