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Gleiche Sprache durch Musik

«Schalomalé-schaloma!» sangen 24 Kinder aus dem Saanenland zusammen mit 31 Romakindern und –jugendlichen in Gstaad. Als Höhepunkt ihres gemeinsamen Konzertes luden sie auf dem Kapälliplatz zum Mitsingen, Mitklatschen und Mittanzen ein. Die feurigen Rhythmen und farbenfrohen Tanzeinlagen bezauberten Jung und Alt. Stimmen junger Talente Rund 30 Minuten dauerte das musikalische Feuerwerk. Ein neunjähriges Romamädchen und ein 13-jähriger Romajunge begeisterten mit anspruchsvollen Solos. Der erst elfjährige Geiger im Nadelstreifenanzug übertraf sich an Geschwindigkeit und technischem Können. Die 24 Saaner Kinder sangen auswendig in slawischen Sprachen. «Wir haben dreimal zusammen geprobt», erzählte Valérie Nydegger. Alexander Lampart beeindruckte dabei, wie laut die Stimmen der Kinder aus Tschechien und der Slowakei waren. «Die Romakinder sangen. Wir bekamen den Text und probierten gleich mitzusingen», beschriebt Maylea Moser die Workshops. Romakinder fördern «Es ist faszinierend, wie die nonverbale Kommunikation unter den Kindern funktionierte», sagte Margrith Gimmel. Sie betreute die Einheimischen und beobachtete, wie sich Mädchen und Knaben ausser Programm Tanzschritte beibrachten. Ida Kelarowa leitete den Sing-Workshop. Für Romakinder und -jugendliche hat die Tschechin an verschiedenen Orten Sing- und Tanzgruppen gegründet, da Romakinder vielerorts ausgegrenzt werden. «Leider hatten viele Eltern Angst, jüngere Kinder ins Ausland zu schicken», erzählte die Jazzsängerin. Dies, obwohl das Festival die Reise sponserte. Dieses Konzert knüpft an eine Tradition an. Bereits Yehudi Menuhin musizierte mit den Roma und lud sie nach Gstaad ein. Susi Heiniger >

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