Zum Hauptinhalt springen

Grosse Kunst in Aarwangen

Warhol, Christo, Le Corbusier – sie alle sind vertreten in der neusten Ausstellung der Galerie 89. Galerist Beat Wälchli hat rund 100 Originalgrafiken von herausragenden Künstlern der letzten 50 Jahre nach Aarwangen geholt.

Andy Warhols «Goethe», Collagen von Robert Rauschenberg oder Drucke von Christo: Was Kunstliebhaber vereint meist nur in den namhaften Museen und Galerien der Grossstädte zu sehen kriegen, macht jetzt einen Abstecher in den Oberaargau, genauer nach Aarwangen. Hier, fast unscheinbar im Industriequartier an der Bützbergstrasse gelegen, eröffnet die Galerie 89 am Samstag eine Ausstellung mit dem vielversprechenden Titel «Originalgrafiken – Von Le Corbusier bis Richard Serra». Ein Titel, der hält, was er verspricht: Etwa 100 Werke von 19 herausragenden Künstlerpersönlichkeiten des 20.Jahrhunderts hat der Aarwanger Galerist Beat Wälchli, Pächter der Alten Mühle in Langenthal, für die Ausstellung zusammengetragen. Originalgrafiken von europäischen und amerikanischen Künstlern, die die Entwicklung der Kunstszene in den letzten 50 Jahren massgeblich mitgeprägt haben. Der Amerikaner Mark Tobey etwa, einer der wichtigsten Wegbereiter für den abstrakten Expressionismus, ist in der Ausstellung vertreten. Werke von Andy Warhol, dem wohl bedeutendsten Vertreter der amerikanischen Pop-Art, hat Wälchli ebenso nach Aarwangen holen können wie frühe Radierungen des Berner Bildhauers und Eisenplastikers Bernhard Luginbühl, Blätter von Jean Tinguely oder Arbeiten des schweizerisch-französischen Universalkünstlers Le Corbusier. Bereits haben denn auch schon erste Kunstklassen ihren Besuch in Aarwangen angemeldet. Der Sammler im Element Rund ein Jahr hätten die Vorbereitungen für die Ausstellung gedauert, erzählt Galerist Beat Wälchli. Dass die aussergewöhnliche Werkschau überhaupt zustande gekommen ist, verdanke er aber auch der engen Zusammenarbeit mit dem Basler Auktionar Thomas Rusterholtz. Zwar hat Wälchli, seit gut 20 Jahren Galerist und seit seiner Jugend schon begeisterter Sammler, längst auch eigene Kontakte in der nationalen und internationalen Kunstszene geknüpft. «An diese ganz grossen Werke aber kommt man ohne die richtigen Leute kaum heran», erklärt er. In seiner Galerie in Aarwangen indes ist es Beat Wälchli allein, der die Hängungen der Bilder vornimmt und die Werke der verschiedenen Künstler so zum Gesamtbild zusammenfügt. Hier ist der Galerist in seinem Element – und auch der Sammler in ihm sichtlich angetan. «Wenn man internationale Kunst sammelt, dann gewinnt Grafik an Bedeutung», sagt Wälchli. «Auch deshalb, weil Originale kaum mehr bezahlbar sind.» Ob Original oder Originalgrafik – so oder wird es Andy Warhol und Co. in einer Ausstellung vereint im Oberaargau so schnell wohl nicht wieder zu sehen geben.Kathrin Holzer >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch