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Grosses Interesse für neue Praxis

MeiringenDas Gesundheitszentrum Meiringen öffnete seine Türen. Das Interesse der Bevölkerung an der neuen Praxis-

Die ärztliche Grundversorgung der sechs Hasligemeinden ist auf Jahre hinaus sichergestellt. Von den vier in der Region tätigen Fachärzten für Allgemeinmedizin praktizieren drei jetzt im Gesundheitszentrum: Peter Wälchli, Karl Haefele und Vincent Marcinko. Markus Day behält seine Praxis an der Spitalstrasse – einen Steinwurf vom Gesundheitszentrum entfernt. Und mit dem Gesundheitszentrum sind die technischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche künftige Suche nach Praxisnachfolgern geschaffen worden. Mangel an Hausärzten «Im Zusammenhang mit der Schliessung der Geburtshilfe am Spital Meiringen machte sich bereits vor Jahren eine Gruppe um den damaligen Gemeinderatspräsidenten Christoph Ammann und die damalige Regierungsstatthalterin Yvonne Kehrli-Zopfi Gedanken über die zukünftige medizinische Versorgung im Oberhasli», schrieb Peter Wälchli im Brief, mit dem er seine Patientinnen und Patienten über die bevorstehende Praxisverlegung informierte. «Zu dieser Zeit begann sich sowohl in unserer Region als auch anderenorts ein Hausarztmangel abzuzeichnen», führte Wälchli weiter aus, «wir gehen davon aus, dass unsere Nachfolger mehrheitlich Frauen sind und oft nur Teilzeit arbeiten.» So lasse sich eine Einzelpraxis nicht finanzieren. Mit der Umwandlung des Bezirksspitals in ein Gesundheitszentrum habe sich angeboten, in diesem Gebäude Hausarztpraxen unterzubringen. Unter der Leitung von SusanneHuber, Gemeindepräsidentin Meiringen, konnte das Projekt realisiert werden. Wälchli: «Es ermöglicht sowohl weiterhin Einzelpraxen als auch Gemeinschaftspraxen zu führen und die Infrastruktur (Röntgen, Labor etc.) gemeinsam zu nutzen.» Schweizweites Pilotprojekt Für das schweizweit als Pilotprojekt bekannt gewordene Vorhaben zeichnet die Ärztezentrum Oberhasli AG verantwortlich. An ihr sind neben den Ärzten selbst auch die Gemeinden, mehrere Unternehmen der Region, der Kanton und die Krankenkasse Visana beteiligt (siehe Ausgabe vom vergangenen Freitag). Auf rund 750 000 Franken sind die Umbau- und Einrichtungsarbeiten zu stehen gekommen. Ausser den drei Praxen sind im ersten Stock die Räume der Spitex Oberhasli AG und der Ernährungsberatung Bern untergebracht. Sie sind über einen separaten Lift zu erreichen. Und alles war nun am Samstag, dem tag der offene Türen, zu besichtigen. Interessante Vorträge Auf grosses Interesse stiessen die vier über den Tag verteilten Kurzvorträge. So zeichnete zum Beispiel der Interlakner BDP-Grossrat und Spitalapotheker Enea Martinelli Möglichkeiten und Grenzen der Politik in Sachen Spitalversorgung auf, und die Anästhesistin Patricia Manndorf veranschaulichte die medizinische Versorgung im Spital Interlaken. Auf ihrem Rundgang lernten die Besucher im Erdgeschoss die Praxisklinik Haslital, das Ambulatorium der Chirurgen Christoph Schenk und Rainer Ackermann, kennen. Sie und ihr Team arbeiten von Anfang März an einerseits unabhängig von der spitäler fmi AG (mit Sitz in Interlaken), anderseits neben oder vielmehr unter der Praxisgemeinschaft– aber bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit ihr. Die Besucher waren sichtlich beeindruckt vom umfassenden «Angebot» der Praxisklinik, das ihnen Rainer Ackermann in Wort und Bild vorlegte. Und gar zweimal musste der mit seiner Praxis von Innertkirchen in den ersten Stock des Gesundheitszentrums umgezogene Arzt Karl Haefele seinen Vortrag halten. Unter dem Titel «Gesundheitsversorgung in Zukunft» machte er die wechselvolle Geschichte des Haslitaler Gesundheitswesens lebendig und forderte seine Zuhörerschaft auf, selber alles zu tun, was der eigenen Gesundheit zugute kommt.André Hug >

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