Zum Hauptinhalt springen

Hirschkuh mit Jungem wurde illegal geschossen

Bei der Rothirschjagd im Oberaargau ist ein Tier

Zu dem Zwischenfall kam es Ende letzter Woche. Wie der Kanton mitteilt, hätten Untersuchungen erst jetzt ergeben, dass auf der eben eröffneten Rothirschjagd eine milchtragende Rothirschkuh bereits vor Jagdbeginn illegal geschossen worden sei. Mit anderen Worten: Das Tier wurde nicht nur zu früh gejagt, sondern war auch Mutter eines Hirschkalbs. «Wir haben bisher keine Anhaltspunkte auf die Täterschaft», erklärte der kantonale Jagdinspektor Peter Juesy auf Anfrage. Sein Inspektorat wird heute Montag Strafanzeige gegen unbekannt einreichen. Seit Mittwoch letzter Woche waren im Kanton Bern die Rothirsche zur Jagd freigegeben – erstmals auch im Oberaargau, der zum kantonalen Wildraum 4 gehört. Dort gibt es immer mehr Rothirsche. Vor allem im Längwald bei Niederbipp, wo sich gemäss Kanton zurzeit rund 30 Tiere aufhalten. Grund für die Rothirschansammlung ist die Autobahn, die den Tieren den Weg Richtung Jura abschneidet. Deshalb wird seit längerem ein Übersiedlungsprojekt und später eine Wildbrücke über die Autobahn diskutiert (wir berichteten). Für den Wildraum 4 (Oberaargau) hatte der Kanton fünf Rothirsche zur Jagd freigegeben. Bereits am Samstag, am vierten Jagdtag also, war das Kontingent ausgeschöpft. Unter den erlegten Tieren befand sich auch das Kalb der illegal getöteten Hirschkuh. Jagdinspektor Peter Juesy: «Ein Junges ist ohne seine Mutter nicht überlebensfähig.» sae >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch