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Kaum Diskussionen um rund 27 Mio. Franken

SaanenAn der Gemeindeversammlung wurden fast alle sechs Traktanden diskussionslos genehmigt. Einzig die Gewerbezone Tomi gab etwas länger zu reden.

Ein langer Abend wurde erwartet, da vier der sechs Traktanden Kredite über zwei Millionen enthielten und deshalb durch geheime Abstimmung behandelt werden mussten. Weil die 217 Stimmberechtigten (5 Prozent) jedoch kaum Diskussionen wünschten, dauerte die Gemeindeversammlung nur zweieinhalb Stunden. Dem Teilerwerb der Liegenschaft Zingre im Ebnit zwischen Saanen und Gstaad für 3,66 Millionen Franken zum Bau von Wohnungen für Einheimische (wir berichteten), stimmten die Anwesenden mit 152 Ja zu 57 Nein zu. In den nächsten fünfzehn Jahren können somit sieben Häuser mit 100-prozentigem Erstwohnungsanteil errichtet werden. Diskussion um Gewerbezone Bei der Ortsplanungsrevision im Frühling hiessen die Stimmberechtigten eine Umzonung der Liegenschaft Tomi in Gstaad von der Landwirtschafts- in eine dringend notwendige Gewerbezone gut. Gegen den nun traktandierten Erwerb des Tomi für 2,3 Millionen Franken regte sich Widerstand vom derzeitigen Pächter und von den Nachbarn. «Weshalb zont die Gemeinde nicht eigenes Land an einer Hauptstrasse ein anstatt an der schmalen Lauenenstrasse?», fragte der Pächter, und die Anwohner drohten mit einem Wegzug, wenn ihnen Gewerbebauten vor die Nase gestellt würden. Der zuständige Gemeinderat Heinz Brand sagte dazu, dass die Gemeinde froh sein könne , dass überhaupt Land für eine Umzonung zur Verfügung gestellt würde und Gewerbeland dringend notwendig sei. Zudem sei der Umzonung bereits in einer vorhergehenden Gemeindeversammlung zugestimmt worden; auch wenn dem Kredit nun nicht zugestimmt würde, bleibe das Tomi Gewerbeland. Dem Geschäft wurde schliesslich mit 153 zu 56 Stimmen zugestimmt. Investitionen in Tourismus Die Gemeinde Saanen unterstützte die Grossanlässe Beachvolleyball, Tennis, Polo, Country Night, Sommets Musicaux und Menuhin Festival bisher mit einem Beitrag von 560000 Franken jährlich. Durch Überarbeitung der Wertschöpfungstabelle sowie die Übernahme der bisher von Gstaad Saanenland Tourismus geleisteten Beiträge erhöht sich die Gesamtsumme auf 1,075 Millionen Franken. Die Erhöhung wurde von der Versammlung mit 168 Ja zu 31 Nein gutgeheissen. Einem Investitionsbeitrag mit Bedingungen (wir berichteten) von 2 Millionen Franken während den Jahren 2012 bis 2016 für die Gstaad 3000 AG, die den Glacier 3000 betreibt, stimmte ein grosses Mehr gegen 16 Nein-Stimmen zu. Damit wird der Weg geebnet für Projekte wie den Ersatz der alten Gondelstation auf dem Col du Pillon, die Anpassung der Beschneiungsanlagen oder die Erneuerung des Skilifts Dome/Tsanfleuron. Parkhausbau kann beginnen Das geplante unterirdische öffentliche Parkhaus mit 108 Plätzen soll dem verkehrsarmen Dorf die nötigen Parkmöglichkeiten bieten (wir haben ausführlich berichtet). Der Erhöhung des Investitionskredites von 13 Mio. um knapp 1 Mio. auf 14 Mio. Franken zur Realisierung wurde mit 154 zu 46 Stimmen zugestimmt. «Damit ermöglichen Sie ein wegweisendes Projekt», dankte der Leiter der Versammlung, Willi Bach, den Stimmbürgern. Dem Erwerb einer neuen Schneefräse zu einem Preis von 390000 Franken wurde einstimmig zugestimmt. Nun hoffen alle auf einen schneereichen Winter, damit die Neuanschaffung auch entsprechend genutzt werden kann.Luzia Kunz>

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