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Kein Grab schaufeln

Svend Peter-

Die Botschaft ist die gleiche wie vor zwei Jahren: Der Verwaltungsrat der Spital STS AG befürwortet den Standort Saanenmöser für den Neubau eines Akutspitals. Es soll die bestehenden Spitäler in Saanen und Zweisimmen ersetzen. Der Unterschied zum 23. November 2007: Diesmal ist der Entscheid regionalpolitisch breit abgestützt. Die Behörden des Obersimmentals wie des Saanenlandes stehen – wenn auch nicht beidseits mit gleich viel Herzblut, so doch mit der Einsicht der Vernunft – hinter dem Neubau in Saanenmöser. Von fünf evaluierten Standorten verbleiben zwei: Die Südhang-Variante bei der Bergmattenstrasse ist dabei leichter erschliessbar und wird nicht von einem Bahnübergang tangiert wie jene östlich der Talstation Saanersloch. Das Saaner Volk muss jetzt nur noch der Zonenplanänderung, dem Kredit für Landerwerb und Erschliessungskosten zustimmen. Der Verwaltungsrat der STS hat also einiges dazugelernt – und das nach zwei heftigen Jahren mit geladenem Volkszorn und politischem Widerstand aus dem Obersimmental sowie der zwischenzeitlichen Ankündigung, aufs neue Akutspital zugunsten von zwei Gesundheitszentren in Saanen und Zweisimmen zu verzichten. Es liegt jetzt an den (noch möglichen) Skeptikern und Gegnern, diesem Beispiel zu folgen. So wird ein geschlossenes Vorgehen möglich. Da sich Spitäler ab 2012 über Fallpauschalen finanzieren, erhöht ein Neubau auf der Saanenmöser die Chance, auch «Kunden» von anderswo anzulocken. Wer jetzt noch das Projekt torpediert, gräbt der Akutversorgung in einer Randregion definitiv das Grab. s.peternell@bom.ch>

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