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Mit einem «Nidlenapf» fing alles an

SaanenDie Sammlung einheimischer Gebrauchsgegenstände von Hans und Steffi Berchten findet ihr neues Zuhause im kürzlich eröffneten Ausstellungsteil des Museums der Landschaft Saanen.

Was vor rund 40 Jahren mit dem Erwerb eines hölzernen «Nidlenapfs» am vorderen Walig ob Gsteig begann, findet im kürzlich fertiggestellten Erweiterungsbau des Saaner Lokalmuseums eine glückliche Fortsetzung: Hans Berchten, aufgewachsen im Saanenland, später wohnhaft in Thun, legte – tatkräftig unterstützt von seiner Frau Steffi – nach und nach eine umfassende Sammlung hiesiger Gebrauchsgegenstände an, die nun schrittweise im Museum ausgestellt wird. Beide inspirierten in den 80er-Jahren die Behörden der Gemeinde Saanen, sich Gedanken zur Schaffung eines Museums zu machen. Kinderlos stellten Hans und Steffi Berchten in Aussicht, dieser Institution dereinst ihre gesamte Sammlung zu vermachen. Hans Berchten als langjähriges Vorstandsmitglied und zweiter Vereinspräsident des Museums sowie Steffi Berchten als Konservatorin prägten während Jahrzehnten die Museumsgeschicke. Die Jubiläumsfeierlichkeiten zum zehnten Jahrestag 2009 erlebte Hans leider nicht mehr. In Anerkennung seiner Verdienste verlieh ihm der Museumsverein posthum die Ehrenpräsidentschaft. Mehr Ausstellungen geplant Steffi Berchten freue sich sehr über die Museumserweiterung – in welcher nun auch ein offenes Kaminfeuer lodert – , da die neuen Räumlichkeit doch beste Voraussetzungen zur Aufnahme der Berchten-Sammlung schaffen würden; auch wenn ihr Zuhause in Thun dadurch nun etwas karger werde. In einer ersten Phase finden nun «Nidlenapf», «Ankebrettleni», Keramik und verschiedene Möbel den Weg an die Öffentlichkeit; weitere Themenausstellungen sollen folgen. Die Verantwortlichen des Museums teilen mit, dass bald auch eine permanente Schopferglocken-Ausstellung, eine Sattlerwerkstätte, die Aufarbeitung der Kirchengeschichte sowie, möglicherweise, ein Studienwinkel für die Saaner Geschichte an die Hand genommen werden. pd>

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