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Nein zur Zentrumsaufwertung

GrindelwaldDie Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sagen Nein zur Neugestaltung des Dorfzentrums. Seit 2006 wurde am Projekt geplant.

Deutlich wurde in Grindelwald die Vorlage zur Umsetzung der Überbauungsordnung Bär abgelehnt. Mit 1075 zu 584 Stimmen wurde die Vorlage wuchtig abgelehnt. «Dieses Resultat ist eine riesengrosse Enttäuschung», sagte dazu gestern Gemeindepräsident Emanuel Schläppi. Zu den Ursachen für diese Niederlage konnte sich Schläppi noch nicht äussern: «Die Analyse braucht noch etwas Zeit, aber die Planungsarbeit des Gemeinderates seit 2006 ist zunichte.» Zudem wurden in den letzten Wochen vor der Abstimmung in der Gemeinde anonymisierte Flyer verschickt, die eine Ablehnung des Projekts empfahlen. Schläppi: «Dieser Flyer hat wohl keinen Einfluss mehr gehabt, vielmehr hat er die Leute verärgert, weil er eben anonymisiert war.» Zudem seien falsche Zahlen aufgeführt worden. Die Ablehnung erstaunt dennoch, da bei den verschiedenen Infoabenden das Projekt meist im Grundsatz begrüsst wurde. Denn in den vergangenen vier Jahrzehnten wurden immer Anläufe zur Verschönerung des Zentrums unternommen, realisiert wurde noch nie etwas. Angst vor hoher Verschuldung Bei der Vorlage ging es um die Erneuerung und Sanierung von Strassen und Plätzen im Bereich Bär für 4,9 Millionen Franken. Weiter mussten die Bürger über einen Verpflichtungskredit über 1,2 Millionen Franken entscheiden. Das wären jährlich wiederkehrende Kosten für Miete und Betrieb des Parkhauses gewesen. «Was vielleicht zu wenig zum Ausdruck kam, ist die Tatsache, dass das Parkhaus ja durch die Gebühren ebenfalls eine Rendite abwirft», sagt Schläppi. Man hätte sich vor hoher Verschuldung der Gemeinde gefürchtet. Doch vergangenen Jahres hiessen die Stimmbürger an der Gemeindeversammlung eine Vereinbarung zur Überbauungsordnung Bär zwischen Gemeinde, Berner Kantonalbank und der Generalunternehmung Losinger Marazzi AG gut. Nochmals Schläppi: «Wir müssen nun akzeptieren, dass eine breite Einwohnerschaft keine Veränderung im Dorf haben will.» Fritz Lehmann>

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