Zum Hauptinhalt springen

«Päng! – Live»: Das Baby ist getauft

Die Schrottofoniker, die seit 26 Jahren die Bätterkinder Fasnacht zum

Verwegene Piraten in braunen Mänteln und Pluderhosen mit schwarzen Augenbinden und Schlapphüten stiefeln in Bätterkinden über den Kronenplatz. Doch fordern die düsteren Gesellen mit schwarz-golden geschminkten Gesichtern weder Hab und Gut der Umstehenden, noch ziehen sie Säbel oder Pistolen aus Gurt und Stiefel. Lediglich ihre neue CD «Päng! – Live» möchten die Schrottofoniker verkaufen – und das Publikum auch im 26.Jahr ihres Bestehens begeistern. «Ehrensache» Das gelingt eindeutig, wiegt sich doch viel Volk vom ersten Takt an im mitreissenden Rhythmus. «Verdammt, ich lieb dich», wird mit Schmiss und Können von rund fünfzig Piratinnen und Piraten samt Youngsters geschränzt. Drei Tuben glänzen im Sonnenlicht, Trompeten und Posaunen schmettern, und Cincellen, Schlagzeug sowie ein kleiner Trommler sorgen für genug Wirbel. Belinda Hofer steht mit Christa Glauser und deren Baby Valerie vor der Band und strahlt. «Acht Jahre habe ich selber bei den Schrottofonikern mitgespielt, und nun ist es Ehrensache, die CD-Taufe live zu erleben und die Scheibe auch zu kaufen», sagt die junge Frau. Das Baby lässt sich nicht stören und schläft. Als Wikinger mit gehörntem Helm und (rutschendem) Schnauz präsentieren sich Andreas Krucker mit Tochter Sabrina (8). Der Schutzschild des Vaters ist ein sicherer Wert gegen die Konfettiattacken seiner Tochter. Ein eigenes Bier Aus einer Gruppe von «Tschämeler» (Beizenchehrer) gründeten sechs Leute vor 25 Jahren die Schrottofoniker. «Als Geschenk haben wir unsere eigene CD-Produktion beschlossen», sagt «Musigchef» Res Aeschbacher. Im Gemeindesaal sei mit professioneller Infrastruktur und viel Freiwilligenarbeit die Aufnahme realisiert worden. 500 CDs liegen zum Preis von 15 Franken vor. Daneben haben die Schrottofoniker noch ihr eigenes Bier gebraut, das in blauen Flaschen in lokalen Beizen sowie direkt bezogen werden kann. «Wir mussten natürlich gehörig degustieren», schmunzelt Res Aeschbacher zum geschätzten Bestand von tausend Flaschen. Bis in die Nacht hinein Gefühlvoll schränzen die Musikerinnen und Musiker «Ti amo», bevor sie sich verabschieden. «Wir treten am Abend noch in drei Beizen auf, und traditionell gibts morgens um eins hier das Abschiedskonzert», verspricht Res Aeschbacher. Dann ist wieder eine Zeit lang Schluss – bis im Herbst die Proben für die nächste Fasnacht beginnen. Ursina Stoll-Flury •www.schrottofoniker.ch >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch