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«Regierung soll handeln»

Zur Schliessung des Blaser-Ladens in Langnau Einmal mehr musste ein kleiner, aber bedeutender Dorfladen in der Region seine Türen schliessen, weil er sich gegen die Grossunternehmen nicht mehr durchsetzen konnte. Der Blaser-Laden in Langnau war nicht einfach nur eine Einkaufsmöglichkeit, er war ein sozialer Treffpunkt. Mit der Schliessung des Ladens geht auch ein Stück Dorfkultur verloren. Irene und Thomas Blaser bezogen einen Grossteil ihre Ware von der ortsansässigen Käserei und der Bäckerei, bei denen die Schliessung des Ladens genauso ihre Spuren hinterlassen wird. So muss auch der Käser über die Beschäftigung seiner acht Mitarbeiter nachdenken. Dieser ganze Prozess, der sich auch vor den Haustüren im Emmental vollzieht, heisst Globalisierung. Im Juli dieses Jahres wurde die 100. Filiale von Aldi Schweiz eröffnet, und über ein Dutzend Lidl-Filialen sind innert Kürze aus dem Boden geschossen. Doch Aldi und Lidl werden ihre Produkte bestimmt nicht von der Dorfkäserei oder der einheimischen Bäckerei beziehen. Sie beziehen ihre Ware nicht einmal in der Schweiz, nein, diese wird aus Deutschland und Österreich importiert! Damit können sie jegliche Konkurrenten finanziell unterbieten. Natürlich kann ein Dorfladen da nicht mehr mithalten. Die einzige Lösung ist eine massive Erhöhung der Zölle für Produkte aus dem Ausland, die in der Schweiz hergestellt werden können. Es liegt an der Regierung, diese Massnahme umzusetzen. Doch auch jeder einzelne Schweizer Bürger kann etwas zur Erhaltung unserer Landwirtschaft beitragen, indem er kleine und regionale Unternehmungen bevorzugt, statt Grossunternehmen zu unterstützen. Denise FriederichBurgdorf>

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