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Sie will das Vollpensum überprüfen

SPplus-Frau Cristina

Hohe Wellen wirft der Wahlkampf bisher nicht. SP-Plus-Gemeinderätin Cristina Camponovo, in Wohlen für Bildung und Kultur zuständig, unterscheidet sich bei Sachfragen kaum von ihrem Gegner, FDP-Vertreter Eduard Knecht. Wohlens Hickhack-Thema, die Ortsplanung, unterstützen beide. Immerhin bringt Camponovo etwas Farbe in die eher graue Ausmarchung. Die 50-jährige Bereichsleiterin des Stadtberner Jugendamts erklärt auf ihrer Webseite, dass man die Stellenprozente des Präsidiums diskutieren könne. Noch-Präsident Müller hat ein Vollpensum. Transparente Präsidentin Stellenprozente und damit die präsidialen Löhne bergen stets Diskussionsstoff. Mit viel Vorsicht nähert sich Cristina Camponovo denn auch dem heiklen Thema. Sie möchte, dass die Gemeindeorganisation untersucht wird. Wenn sich dabei herausstellt, dass ein Teilzeitpräsidium eine bessere Lösung ist, würde sie einen Abbau befürworten. Gemeindepräsidentinnen sind zwar nicht gläserne Menschen, doch sollte ihr Lohn transparent sein. Netto zwischen 140000 und 160000 Franken würde sie (oder Eduard Knecht) mit einem Vollpensum verdienen. Für Stadt und Land Sie versichert, dass Wohlen für dieses Geld eine Präsidentin bekäme, die mehr als die übliche Präsenzzeit auf der Matte stehen würde. «Bei einem solchen Job darf man nicht Stunden zählen, sondern muss bereit sein, manches unbezahlt zu leisten», erklärt sie. Eine 24-Stunden-Präsidentin will sie allerdings auch nicht sein. Sie ist verheiratet und Mutter von drei Kindern. «Mein Mann und ich teilen Familien- und Erwerbsarbeit und wollen dies auch weiter so halten.» Das tönt nach moderner Familienstruktur und nach urbanem Lebensstil, Und das lässt einen Konflikt erahnen: Die Gemeinde Wohlen hat zwei Gesichter. Hinterkappelen, wo Camponovo wohnt, ist ein Vorort Berns. Die anderen Teile der Gemeinde, unter anderem Uettligen, Murzelen, Säriswil und Wohlen, sind ländlicher geprägt. «Ich kenne beide Seiten», sagt Cristina Camponovo und belegt dies mit dem Hinweis, dass sie 13 Jahre lang beim Wohlener Sozialdienst gearbeitet habe. Peter Steiger >

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