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Solides Resultat in schwierigem Umfeld

LauterbrunnenDie EWL Genossenschaft präsentiert trotz allem ein gutes Jahresergebnis 2010. Sie wird neu von einem dreiköpfigen Team geleitet und schreibt sich die Sicherung der Energieversorgung im Tal auf die Fahne.

«Die stetig steigenden Anforderungen, die technologischen Veränderungen, die Konjunkturlage und die Marktveränderungen zerrten enorm an unseren Kräften», sagte Peter Wälchli am Mittwoch an der GV der EWL Genossenschaft Lauterbrunnen. Vor allem die enorme Regulierungsmasse im Zusammenhang mit der Strommarktliberalisierung sowie das politische Hickhack in Energiefragen belasteten ungemein, betonte der Geschäftsführer. Das EWL habe trotz aller Schwarzmalerei in seinem Unternehmensumfeld erfolgreich gewirtschaftet, lobte VR-Präsident Johann von Allmen. Marianne Guntern erläuterte eine im Geschäftsjahr 2010 speziell vorgenommene Buchung, die Aufwertung des Anlagevermögens durch die Auflösung stiller Reserven von 1,1 Millionen Franken. Der Hauptvorteil dieser Transaktion liege darin, dass höhere Vermögenswerte zusätzliche Abschreibungssubstanz generierten, erklärte die Finanzfachfrau. Laut Marianne Guntern wird das laufende Jahr ähnlich wie 2010 verlaufen. Es seien Investitionen von 1,4 Millionen Franken vorgesehen. «Das EWL ist absolut solid, ich habe absolut keine Bedenken», bekannte Revisionsexperte Andreas Schwab auf Anfrage von Genossenschafter Alfred Werren. Verzinsung auf hohem Niveau Die 68 anwesenden Genossenschafter mit 90 Stimmrechten hiessen Geschäftsbericht und Rechnung 2010 klar gut. Das Genossenschaftskapital wird weiterhin auf dem hohen Niveau von 5,5 Prozent verzinst. Irène Brunner wurde neu in die interne Kontrollstelle gewählt, anstelle von Gaudens Vincenz (beide Wengen). Mit der Einführung einer neuen Organisationsstruktur 2010 wurde eine dreiköpfige Geschäftsleitung geschaffen. Peter Wälchli leitet als Vorsitzender auch den Bereich Kunden. Anton Mattmann ist Leiter des Geschäftsbereichs Steuerung, Marianne Guntern Leiterin Administration. Den Organisationseinheiten Energie und Elektro, den beiden Hauptstandbeinen des Unternehmens, stehen Karl Guntern beziehungsweise René Leuthold vor. Versorgung sichern Um den Verpflichtungen zur Sicherung der Energieversorgung als regional verankertes Unternehmen nachzukommen, arbeite das EWL am Projekt weiter, schreibt Karl Guntern zum Kleinwasserkraftwerk Sousbach. Ein weiterer Projektant (die BKW, wir haben berichtet) halte das EWL nicht davon ab. Aufgrund der gemessenen Quellschüttungen auf Siebenbrünnen wird im Frühling die Turbine für das neue Trinkwasserkraftwerk Spycherboden bestellt. Das EWL liege mit seinem Strommix mit über 70 Prozent Anteil aus sauberer Wasserkraft auch 2009 deutlich über dem gesamtschweizerischen Durchschnitt, berichtet Thomas Widmer, Mitverantwortlicher Netze. Die EWL Energie Elektro Plus gab im hydrologischen Jahr 2009/2010 34040 Megawattstunden (MWh) Strom an ihre Kunden ab. Davon wurden 17394 MWh selber produziert und 16646 MWh von der BKW bezogen. 71,6 Prozent stammten aus erneuerbaren Energien, 28,4 Prozent aus Kernenergie. «Die höchstbelastete Viertelstunde wurde am 2.Januar 2010 um 23 Uhr mit 9,388 MW gemessen», erklärt Thomas Widmer. Dies bei einer Eigenproduktion von nur 828 Kilowatt (kW) oder 8,82 Prozent und 8560 von den BKW gelieferten kW (91,18 Prozent). Ferdinand Waespe>

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