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Songs aus dem Gefängnis

calvin russellDer texanische Singer-Songwriter ist am Sonntag an Leberkrebs gestorben. Auch in Bern hatte er eine treue Fangemeinde.

Wenn Calvin Russell in Bern auftrat, dann eigentlich immer in ausverkauftem Haus. Im Bierhübeli fand er eine Art Berner Stammlokal, in dem er stets auf treue Fans traf. Auch Polo Hofer ist ein Bewunderer des Singer-Songwriter: 2007 coverte er «Crossroads» und übersetzte den Song für das Album «Duette» ins Berndeutsche («Chrüzwäg», Duett mit Vera Kaa). Der «Roots Rock»-Musiker Russell, der unter anderem in der Schweiz wohnte und in Europa bekannter war als in den Staaten, starb am Sonntag mit 62 Jahren in Garfield, Texas, an Leberkrebs. Russell wurde an Halloween 1948 als Calvert Russell Kosler geboren. Dem «American way of life» verweigerte er sich schon früh, zeitweise lebte er auf der Strasse und verbüsste verschiedene Haftstrafen, unter anderem wegen Handels mit Marihuana. Russell spielte schon als Teenager Gitarre und nutzte seine Gefängnisaufenthalte zum Komponieren. Das Debüt «A Crack in Time» wurde in Europa sofort ein Erfolg, ebenso wie die meisten der 15 weiteren Alben. Russell tourte erfolgreich auf dem Kontinent, zunächst in Bars, dann vermehrt auch an Festivals. Letzten Frühling musste er aus gesundheitlichen Gründen einen Auftritt in Zürich absagen. mk/sda>

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