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Spiez sind die Spiezer nicht Wurst

Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei. Sagt man. Zu Unrecht. Denn in der Gemeinde Spiez schien 2006 die Zeit der behördlich-verabreichten Gratis-1.August-Wurst abgelaufen. Fiel die Knackig-Gebratene bislang hungrigen Spiezerinnen und Spiezern zum Opfer, tat sie dies plötzlich dem Rotstift des Gemeinderates. «Mit dieser Massnahme wurde ein Zeichen gegen den wachsenden politischen Spardruck gesetzt», erinnert sich Gemeindeschreiber Konrad Sigrist. Es sei ein unpopulärer Entscheid gewesen. Fürwahr: Teilen der Bevölkerung schlug der Beschluss zünftig auf den knurrenden Magen – manche murrten gar, das Volk sei den Gemeindeoberen Wurst! Dass dem natürlich nicht so ist, beweisen Letztere nun am Sonntag: Es kommt zur Renaissance der Gemeinde-Wurst! An den Bundesfeiern in Einigen (Ländte), Faulensee (Seewiese) und Spiez (Bucht) wird wieder umhülltes Kalbsbrät gegrillt, dass es nur so eine Freude ist. Nicht ganz unschuldig daran ist übrigens die letztjährige Spiezer GGR-Präsidentin. Ursula Zybach sprang am 1. August 2009 in die Bresche und offerierte der Bevölkerung aus dem eigenen Sack Würste und Äpfel. Schreiber Konrad Sigrist: «Wohl unbewusst hat sie uns damit etwas unter Druck gesetzt.» Die Gemeinde tat nun gut daran, Zybachs Steilpass aufzunehmen. Schliesslich geht die Liebe (auch die zum Ort) ja durch den Magen In diesem Sinne sei hier schon mal allen Nichtvegetariern aus Spiez «ä Guete» gewünscht – und zwar bis hin zum Wurstende! Jürg Spielmann>

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