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Weg von der Keule

Abstimmung über die GSoA-Initiative «Für ein Verbot von Kriegsmaterialexporten» Als Unternehmer und Macher bin ich dafür, dass Arbeitsplätze nachhaltig erhalten bleiben. Eine hoch stehende, zukunftsgerichtete Industrie soll die Schweiz vorantreiben. Als «intelligenter» Mensch des 21.Jahrhunderts finde ich Krieg aber etwas Dummes. Schlau und wissend seien wir, ist die vorherrschende Meinung. Die Wahrheit ist: Kaum zehn Schritte von der Höhle weg tun wir schon so, als hätten wir die Weisheit mit Löffeln gefressen. Nein, wir hauen immer noch dem Andersdenkenden mit der Keule eins über die Rübe. Konfliktherde gibt es weltweit im Überfluss. Unsere Polkappen-, Gletscher- und Permafrostgebiete schmelzen. Globale Probleme türmen sich vor unserer Haustüre. Meine Frage: Hilft uns da der Piranha-Schützenpanzer? Ich bin sicher, dass die schlauen Ingenieure der Kriegsmaterialbranche viel mehr draufhaben, als Material für Dumme zu entwickeln. Ein Nein wird ein Ja sein zum Start für intelligente und nachhaltige Technologien, die den kommenden Herausforderungen standhalten werden. Ulrich O. BachmannHinterkappelen Bedenkliche Entwicklung Ausgabe vom 4. November «Eignungstest für ‹fromme› Lehrer» Ich war sehr erschüttert über diese Schlagzeile. Selber habe ich die verschiedensten Lehrpersonen über mich ergehen lassen müssen. Manche haben mit uns Schülern Traumreisen durchgeführt und uns das Pendeln gezeigt. Ist das etwa neutral? Andere wiederum haben ihre politische Meinung im Unterricht vertreten und dritte ihre Ansicht von Popmusik. Unterschwellig kam ihre Meinung über einen nicht vorhandenen Gott und anderes zu Tage. Als Schüler darf man alles über sich ergehen lassen. Meine Überzeugung in einem christlichen Abendland ist: Es gibt Schlimmeres, als den christlichen Glauben am Arbeitsplatz unaufdringlich zu leben. Diese «frommen» Lehrer prägen unsere Kinder sicher positiver als manche TV-Sendung, Computerspiele oder das Internet. Auch haben Schüler, in diesem wie in allen anderen christlich geprägten Ländern, das Recht, etwas von der Landesreligion zu lernen. Das ist umso wichtiger, je grösser das Angebot an Religionen in unserem Land wird. Lieber wird jedoch alles andere als der christliche Glaube toleriert. Es ist ja wohl das Mindeste, dass man weiss, warum man Feste wie Ostern, Pfingsten und Weihnachten in unserem Land feiert. Leider sind das Dinge, die je länger, je mehr verschwinden. Auch unsere Gesetzgebung ist auf den Zehn Geboten gegründet, wer hat daran gedacht? Warum war der Sonntag eigentlich zum Ausruhen bestimmt? Weil Gott, nachdem er die Erde gemacht hatte, am siebten Tage ruhte. Eine bedenkliche Entwicklung unserer Gesellschaft. Lydia KraussUetendorf Schäbiges Verhalten Ausgabe vom 3.November «Verurteilt wegen Ohrfeige» Ein tobender, spuckender und um sich tretender Schüler konnte auf der Notfallstation nur mit Hilfe der Polizei untersucht werden. Die Untersuchung wurde noch durch einen Tritt an den Hals des Polizisten gekrönt. Der Polizist reagiert mit je zwei Ohrfeigen. Aus menschlicher Sicht kann ich diese Reaktion voll und ganz verstehen, denn der Auftritt des Schülers schreit förmlich nach dieser Reaktion. Doch leider ist dieser Ausrutscher unprofessionell, und der Polizist muss dafür Verantwortung übernehmen. Wo und wie übernimmt der Schüler für sein schäbiges Verhalten die Verantwortung? Wenn der Polizist zur Verantwortung gezogen wird, dann erwarte ich dies von der Gegenseite auch. Vielleicht sollte mal der Gesetzgeber über die Bücher, um die jungen Wetttrinker auch zur Kasse zu bitten. Nebst Kopfschmerzen sollte das Fehlverhalten auch über die Finanzen schmerzen. Susanne AjanicBösingen Tun Sie es mir gleich! Aufruf an alle denkenden Bürgerinnen und Bürger mit einem «gesunden Menschenverstand»: Tun Sie es mir gleich! «Lieber Polizist, der Du so vernünftig gehandelt hast und nun zu einer Busse ‹verdonnert› worden bist: Schicke mir einen Einzahlungsschein für Dein Konto, und ich begleiche Deine Busse gerne.» Simon SchmockerBern Faule Eier Ausgabe vom 23.Oktober Eröffnung des Bärenparks Ist es nicht bedenklich, wenn ausgewählte Vertreter/-innen der bernischen Politik- und Wirtschaftsszene extra eine separate Eröffnungsfeier für den Bärenpark abhalten müssen und das gemeine Volk dann zwei Tage später denselben Park auch noch begutachten darf? Vermutlich muss dem heutzutage so sein, vor allem wenn man bedenkt, wie viel Geld hier wieder verlocht wurde. Wenn ich mit derselben, fast systematisch anmutenden Regelmässigkeit so viel Geld in den Sand setzen würde, wie dies die anlässlich der separaten Feier anwesenden ExponentInnen der bernischen Politik und Wirtschaft in den letzten fünfzehn Jahren getan haben, dann würde ich mich vor lauter Scham auch vor dem gewöhnlichen Volk verstecken. Seis drum! Ich bin gespannt, wie viele (finanziell) faule (Bausünden-)Eier uns diese Crème de la crème in den kommenden Jahren noch legen wird Roland Wirthner-BürgiOstermundigen Mehr ist nicht besser Ausgabe vom 5.November «Stimmrechtsalter 16. Politik braucht jugendlichen Elan» Eine im Jahr 2007 aufgegriffene Idee findet leider kaum Eingang in die Diskussion ums Stimmrechtsalter 16. In wenigen Jahren werden die über 55-jährigen Bürgerinnen und Bürger wohl die Mehrheit an der Urne ausmachen. Vor zwanzig Jahren wurde als Mittel gegen diese «Überalterung» noch die Einschränkung des Stimmrechts der Älteren vorgeschlagen – und zu Recht überall zurückgewiesen. Wenn nun die Eltern bis zur Mündigkeit für ihre Kinder abstimmen könnten, würde denjenigen Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern wieder vermehrt politisches Gewicht verliehen, die auch für die Zukunft der Bevölkerung schon etwas getan haben. Sie würden dadurch «belohnt», dass ihnen über mehrere Jahre hinweg mehr politisches Gewicht zufällt. Diese Idee zeigt, dass abseits dieser Stimmrechtsalter-16-ja-nein-Diskussion noch Vorschläge entstehen können, die nicht dem Schwarzweissdenken der Politikerpropaganda verfallen sind. Es ist eben viel grundsätzlicher und keine blosse Spielerei. Alain BrülisauerGrossratskandidat FDP,Thun Gleiches Recht für alle Wie viele der 16-Jährigen sind daran interessiert, an den Abstimmungen und Wahlen teilzunehmen? Vielleicht ein bis zwei Prozent. Gewaltige Mehrkosten für Druck und Versand, Belastung durch nicht beachtete Botschaften im Altpapier sind die Folgen. Es handelt sich hier nicht um demokratische Werte, sondern vielmehr um Zwängerei einzelner Profilierungssüchtiger. Wir sind ja tolerant. Wer Stimmrechtsalter 16 befürwortet, sollte auch verlangen, dass ab 16 Jahren bei allen Delikten auch nicht mehr Jugendstrafrecht zur Anwendung gelangt. Gleiches Recht für alle. Peter WasemBern >

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