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«Wir sind immer gesprächsbereit»

Der bernische Volkswirtschaftsdirektor will den offenen Brief mit dem Titel «Der Wolf im Berner Oberland ist eine zunehmende Gefahr» in zwei Wochen beantworten. Vorher soll eine genaue Analyse vorgenommen werden.

«Es ist ja nicht so, dass wir nicht das Gespräch suchen, wir sind immer zum Dialog bereit», sagte gestern der Jagdinspektor des Kantons Bern Peter Juesy. Im Auftrag des bernischen Volkswirtschaftsdirektors Andreas Rickenbacher sagte Juesy gegenüber dieser Zeitung, dass die Anliegen der Gruppierung rund um SVP-Grossrat Thomas Knutti (Weissenburg) ernst genommen würden. «Vor einer Stellungnahme muss zuerst eine genaue Analyse erfolgen», so Juesy. Was dies genau beinhaltet, wollte der bernische Jagdinspektor nicht genauer ausführen. Übergriffe aufgelistet Unmissverständlich sind die Forderungen von Knutti und 33 Mitunterzeichnern des offenen Briefes (siehe Ausgabe von gestern). Detailliert führt der Simmentaler Grossrat die jüngsten Übergriffe des Wolfes in der Region Oberwil/Boltigen auf und kommt zum Schluss, dass «der Lebensraum für den Wolf in unseren Streusiedlungsgebieten nicht gross genug ist.» Knutti fordert von der Regierung «einen Massnahmenkatalog, der das Verhalten bei weiteren Wolf-Übergriffen regelt.» Noch deutlicher wird formuliert, was geschehen soll, wenn Nutztiere vom Wolf getötet werden.» Dann soll der Regierungsrat das Raubtier zum Abschuss freigeben. Da gebe es keine Alternative, so Knutti. «Denn es kann ja nicht sein, das weitere Berner Alpnutztiere an Raubtiere verfüttert werden.» Antwort in zwei Wochen Zum Wunsch Knuttis, Regierungsrat Rickenbacher solle ins Simmental reisen und mit den Betroffenen deren Sorgen diskutieren, sagte Juesy gestern: «Herr Rickenbacher hat stets Gesprächsbereitschaft signalisiert und wird den offenen Brief innert zwei Wochen beantworten.» Diese Zeit müsse eingeräumt werden, weil der Fall komplex sei. Parallel dazu würden die Medien ins Bild gesetzt, stellte Juesy gestern auf Anfrage in Aussicht.Hans Urfer>

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