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250 Stunden für 60 Minuten?

Die vierte und womöglich entscheidende Finalpartie der Unihockeyaner ist mit einem kräfteraubenden Hallenumbau verbunden.

Der Aufwand ist gross, der Nutzen aller Voraussicht nach gering. Rund 250 Mannstunden nehmen Um- und Rückbau der Zuchwiler Eishalle in eine Unihockeyarena in Anspruch, im Einsatz stehen Mitglieder des SV Wiler-Ersigen. Am Samstag (18 Uhr) findet im 3000 Zuschauer fassenden Stadion die vierte von maximal sieben Playoff-Finalpartien zwischen den Unteremmentalern und Rychenberg Winterthur statt. Sollte diese mit einem Erfolg der Gastgeber enden, wovon angesichts der Geschehnisse in den ersten drei Begegnungen auszugehen ist, würden die 250 Stunden Fronarbeit für lediglich 60 Spielminuten geleistet. Andernfalls stünde am Sonntag um 15.30 Uhr an gleicher Stätte der fünfte Vergleich auf dem Programm. Die in Kirchberg und Zuchwil beheimateten Berner sind in Sachen Eishallenunihockey Pioniere. Jeder Helfer weiss, was er zu tun hat; die Ressortleiter sind stets die gleichen, die Handgriffe sitzen. 2002 hatte der Verein erstmals den Gang in die grössere Behausung gewagt, 2004 feierte er in ungewohnter Umgebung seinen ersten Titelgewinn. 2685 Personen wohnten damals der entscheidenden Partie gegen Malans bei – mehr Leute waren an einem helvetischen Meisterschaftsspiel noch nie anwesend. Morgen dürfte der Aufmarsch deutlich bescheidener ausfallen. Die Positionen sind bezogen, der Titelverteidiger kann sich nur noch selber schlagen. Es erstaunte nicht, sollte der Branchenleader zur Kür ansetzen, wenngleich er die Latte mit 31 Treffern in drei Partien hoch gelegt hat. Wer nun glaubt, die aussergewöhnliche Dominanz beruhe auf dem Engagement auswärtiger Kräfte, liegt falsch. Vier jener fünf Eckpfeiler, welche im Powerplay für reichlich Spektakel sorgen, haben den Schritt ins Fanionteam aus der eigenen Juniorenabteilung heraus geschafft. mjs >

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