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27 neue Bäuerinnen und Bauern

InforamaAm Inforama Berner Oberland in Hondrich haben 27 junge Landwirte ihre Grundausbildung nach zwei Lehrjahren und zwei Winterkursen abgeschlossen und jetzt ihr Diplom in der Tasche.

Standortleiter Bernhard Berger würdigte an der Diplomfeier die Leistungen der vier Frauen und 23 Männer: «Mir hi euch es rächts Päckli glade.» Wobei er sich bewusst ist, «dass nicht alles, was im Ordner drin ist, auch im Kopf gespeichert ist.» Das Hauptziel sei aber jetzt, das erworbene Wissen, richtig in der Praxis anzuwenden, gab Berger den Diplomierten mit auf den Weg. Robert Lehmann verglich den Landwirt mit einem AOC-Käse. «Nach dem Käsen ist er noch nicht fertig, aber der Grundstein für einen guten Verkaufspreis ist gelegt.» Auch die jungen Leute müssten noch reifen. «Also bildet euch weiter u machet öppis drus», riet der Fachbereichsleiter Landwirtschaftliche Bildung am Inforama. Er äusserte auch Bedenken über die Zukunft mit Herausforderungen wie etwa dem Freihandel, ist aber überzeugt, «dass die Weltbevölkerung wächst und auch der Nahrungsbedarf zunimmt.» Das Wasser hingegen werde knapp. In diesem Bereich seien wir in der Schweiz aber gut dran. Lehmann wünschte den jungen Leuten eine «gute Reifung und keine Fehlgärungen.» Jonas Trachsel mit Note 5,6 Klassenlehrerin Barbara Lehnherr philosophierte darüber, was eine gute Klasse ist: «Ist das der Fall, wenn alle aufmerksam und fleissig sind, alle die Prüfung bestehen oder einen Durchschnitt über Note fünf realisieren? Sollen sie ordentlich sein, nichts beschädigen und keine Verweise erhalten oder geht es vor allem um Sozialkompetenz?» «Mir si gsi» – kurz und bündig haben die frisch gebackenen Landwirte ihre Jacken beschriften lassen. Und Lehnherr kam zum Schluss, dass die Klasse sehr wohl auf ihre Art eine gute Klasse gewesen sei. Die jungen Leute werden die Zukunft mit einer zweiten Lehre anpacken, den Beruf und einen Nebenerwerb ausüben oder gar einen eigenen Betrieb übernehmen. Einer machte gar einen Reim: «I tue mure u bure.» Jonas Trachsel hat mit 5,6 den besten Notendurchschnitt an der Abschlussprüfung erreicht. Martin Hadorn folgte mit 5,5 und Barbara Däppen mit 5,4. Verantwortung tragen Bernhard Fuchs vom Schulrat betonte die Wichtigkeit der landwirtschaftlichen Ausbildung im Kanton Bern, um den Auftrag für die Produktion von Lebensmitteln zu erfüllen: «Die Bauern müssen einen Spagat machen, viele Erwartungen und Vorgaben der Gesellschaft erfüllen, eine artgerechte Tierhaltung betreiben, die Pflanzenvielfalt schützen, ökologisch und ökonomisch erfolgreich sein. Helft Verantwortung tragen und steht mit beiden Beinen auf dem Boden», rief Fuchs den Landwirtinnen und Landwirten zu. «Dass der Hondrich-Chor so gut tönt, ist nicht das Verdienst der Landwirtschaftsklasse.» Das gehe auf das Konto der Hauswirtschaftsschülerinnen, die zahlreich an den Singstunden teilnahmen, sagte Klaus Rubin, der den Chor leitete und auch bei den Örgelern zur Umrahmung der Feier mitspielte .Rösi ReichenDie Absolventinnen und Absolventen am Inforama: Martin Ammeter (Wengen), Eduard Buchschacher (Frutigen), Barbara Däppen (Niedermuhlern), Jan Dubach (Brienz), Thomas Fankhauser (Süderen), Maria Rebekka Gfeller (Schangnau), Nicole Grossen (Kandergrund), Niklaus Grossen(Kandergrund), Martin Hadorn (Eggiwil), Bruno Hauswirth (Lauenen), Lorenz Hefti (Gstaad), Matthias Karlen (Habkern), Ueli Klötzli (Schangnau), Christophe Kupferschmied (Erlenbach), Konrad Lauber (Adelboden), Markus Liechti (Röthenbach), David Linder (Reichenbach), Christoph Neuhaus (Seftigen), Benjamin Pfister (Brienz), Selina Rieder (St.Stephan), Tobias Schneiter (Fahrni), Silvan Sumi (Feutersoey), Michael Teuscher (Lütschental), Jonas Trachsel (Lauenen), Martin Trachsel (Lauenen), Roger von Känel (Scharnachthal), Simon Zurbrügg (Frutigen).>

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