Zum Hauptinhalt springen

43 Kids in König Kilians Fussstapfen

Das «Eidgenössische» und der neue Schwingerkönig Kilian Wenger haben Spuren hinterlassen: 43 Kinder wollten die Sportart beim Schnuppertraining des Schwingklubs Thun erleben. Im Schwingkeller im Lachen wurde es eng.

Das Sägemehl war noch weitgehend unberührt, nur ein grosser Fussabdruck wiederholte sich in den hellbraunen Spähnen. Minuten später fanden sich dort unzählige Spuren, die kleine Füsse hinterlassen hatten. Am Samstag herrschte Grossandrang im Schwingkeller der Turnhalle Lachen. Der Schwingklub Thun und Umgebung hatte zum Schnuppertag für Kinder gerufen. Über 40 kamen, die meisten in Begleitung der Eltern. «Sälut, ich bin der Stephan, wir sagen du zueinander», begrüsste sie Kursleiter Stephan Scheuner. Er hatte die Schwingerhosen bereits umgeschnallt. Die zwischen 8 und 15 Jahre alten Kids taten es ihm gleich. Danach hiess es aufwärmen. «Den Nacken zu dehnen ist ganz wichtig, weil es eine heikle Stelle ist», erklärte Scheuner und steckte den Kopf gleich ins Sägemehl, um es vorzumachen. Als die Muskeln warm waren, erklärte er die Grundlagen. «Das Ziel ist es, den Gegner auf den Rücken zu legen. Doch zuvor gibt man ihm die Hand und schaut ihn böse an, damit seine Knie schlottern.» Folgen des Schwingfests Während sich die Kleinen im Sägemehl wälzten, schauten ihre Eltern zu. Feuerten an und trösteten auch, wenn es zuviel wurde. Unter ihnen war Beat Wittwer aus Steffisburg. Er beobachtete seine beiden Buben. «Unsere Giele durften immer die Serie über die Schwinger im Schweizer Fernsehen schauen. So kamen sie auf den Geschmack.» Auch ihm gefalle der Sport. «Mich fasziniert die Vielfältigkeit. Man muss auch taktisch vorgehen, um zu gewinnen.» Auch Monika Boss aus Sigriswil hatte ihren Nachwuchs begleitet. «Wir haben Verwandte, die schwingen, deshalb ist es nichts Neues für ihn. Aber das Schwingfest hat die Begeisterung entfacht.» Ihr gefallen das Urtümliche und die Fairness, mit der sich die Akteure begegneten. Der Schnuppermorgen näherte sich seinem Höhepunkt: Dem Wettkampf. Welche Frischlinge waren die besten? Obenaus schwangen Marcel Rupp aus Oberstocken, Sascha von Gunten aus Gunten und Manuel Schwander aus Wattenwil. Ganz wie der Schwingerkönig Kilian Wenger vor zwei Wochen liessen sie sich von ihren Kollegen schultern und rissen die Arme in die Höhe. Wer weiss, vielleicht jubelt einer von ihnen in 10, 15 Jahren am «Eidgenössischen». «Ich bin sehr zufrieden mit dem Anlass», zog Stephan Scheuner Bilanz. 43 Kinder aus 17 Gemeinden waren gekommen. In früheren Jahren konnte Scheuner die Teilnehmer an einer Hand abzählen. Er glaubt, dass der aktuelle Boom nicht der einzige Grund für den grossen Zulauf war. «Wir konnten im Vorfeld die richtigen Kanäle anzapfen und auf den Anlass aufmerksam machen. Sei es an den Schulen, in den Medien oder auf Plakaten.» Er hoffe, dass er einige Schnupperschwinger zukünftig im Klub begrüssen kann.Christoph KummerMehr Infos zum Jungeschwingertraining, das kostenlos ist und jeweils am Donnerstag von 18.15-19.45 Uhr stattfindet, sind auf www.schwingklubthun.ch ersichtlich. >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch