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Abschied und Neuanfang – alles hat seine Zeit

FrutigenDer Gottesdienst in der reformierten Kirche Frutigen stand unter dem Motto «Alles hat seine Zeit» und im Zeichen des Abschieds von Pfarrer Frank Rytz. Dass in jedem Abschied ein Neuanfang liegt, zeigte sich auch im Vorstellen der drei neuen Kirchgemeinderäte.

Der Gottesdienstbesuch in Frutigen ist allgemein recht gut besucht, aber am letzten Sonntag war die Kirche ziemlich voll. Alle kamen, um von Pfarrer Frank Rytz Abschied zu nehmen. Aus persönlichen und familiären Gründen verlässt er die Kirchgemeinde Frutigen. Er wird in der Pauluskirche Bern eine 60-Prozent-Stelle antreten, damit er mehr Zeit für seine Kinder hat. «Es war eine schöne, spannende, lehrreiche und bereichernde Zeit in Frutigen», resümierte Rytz. Kirchgemeinderatspräsidentin Kathrin Allenbach dankte für die Akzente, die Frank Rytz in der Kirchgemeinde Frutigen während sechs Jahren gesetzt hatte, und wünschte ihm Beistand für die beruflichen und familiären Herausforderungen, die folgen werden. Er war Initiant und Macher «Am 1.Dezember 2005, frisch von der Uni, trat er bei uns seine erste Stelle an. In der Hochsaison der Weihnachtszeit war er von Anfang an gefordert, aber er fühlte sich vom Team getragen.» Ratspräsidentin Allenbach ergänzte: «Er war Initiant und Macher: Er hat die Jugendarbeit ausgebaut, war einfühlsamer Seelsorger und verkündigte das Evangelium in anschaulicher Art. Seine speditive Arbeitsweise war vorbildlich.» Mit zwei Konfirmationsklassen ist Rytz noch bis im Mai beschäftigt und wird in Frutigen anzutreffen sein. «Das Leben gleicht einer Reise. Aufbrechen und sich auf die Reise machen heisst aber auch Abschied nehmen. Doch in jedem Abschied liegt ein Neuanfang», sagte Pfarrer Frank Rytz anlässlich seines Abschiedsgottesdienstes. Das Leben besteht aus Abschied, Aufbruch und Reisen, besagt ein Sprichwort. «Und wenn wir unterwegs sind, ereignet sich immer wieder Unerwartetes, Missgeschicke passieren, und das Leben verläuft nicht immer geradlinig», sagt Rytz. Es gebe nicht nur schöne, sondern auch immer wieder schwierige Zeiten im Leben. Mit einer Sanduhr respektive einem Stundenglas veranschaulichte er, wie die Zeit zerrinnt, und machte darauf aufmerksam, dass die Uhr unaufhaltsam tickt. Dass die Zeit in Gottes Händen stehe, werde im 31.Psalm umschrieben, und in Frutigen wurde die Aussage im Gemeindegesang «Herr der Stunden, Herr der Tage» ausgedrückt. Der Gottesdienst wurde an der Orgel durch Willy Heger und mit der Bratsche von Daniel Hostettler bereichert. «Abschied nehmen ist kein leichtes Unterfangen. Dass aber in jedem Abschied ein Neuanfang liegt, zeigte sich auch im Kirchgemeinderat: Dort gab es gleich drei neue Mitglieder», sagte Frank Rytz. Die drei neuen Amtsträger Urs Rohr, Margret Ruchti und Peter Schmid wurden am Ende des Gottesdienstes der Gemeinde vorgestellt. Katrin Allenbach amtet seit Jahresbeginn als Kirchgemeinderatspräsidentin. Gerne nimmt sie Ideen, Kritiken und Wünsche entgegen. «Die Kirche ist eine offene Such- und Weggemeinschaft.» Die bleibenden Pfarrpersonen, Christian Gantenbein und Sibylle Wyler, sprachen den Segen für die neuen Kirchgemeinderäte. hms >

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