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Abschied von einem engagierten Unternehmer

OberhofenMit dem Tod von Hansruedi Bönzli verliert die Region eine Persönlichkeit mit besonderer Ausstrahlung.

Hansruedi Bönzli war ein engagierter Kleinbetriebs-Unternehmer durch und durch. Absolutes Schwergewicht in seinem beruflichen Wirken legte er auf das Erbringen von Dienstleistungen. Nicht persönliche Interessen oder Verdienst, sondern zufriedene Kunden hatten Vorrang. Diese Geschäftsphilosophie zog er bei seinem jahrzehntelangen Tun und Lassen konsequent durch. Während vieler Jahre führte er zusammen mit seiner Ehefrau Ruth das Lebensmittelgeschäft am Allmendweg. Neben dem Einkaufen blieb stets auch etwas Zeit, um mit Kunden über Aktuelles oder sonstige Themenbereiche ausgiebig Informationen auszutauschen. Der Kundschaft war wohlbekannt, dass in Sondersituationen, selbst ausserhalb der ohnehin ausgedehnten Öffnungszeiten, Bönzlis für dringende Besorgungen zur Verfügung standen. Einer Art Berufung folgend, gründete Hansruedi Bönzli in jungen Jahren sein Bestattungsunternehmen. Zusätzlich zum Aebnit-Quartierladen baute er das Geschäft – getreu seinen Grundsätzen – kontinuierlich zur soliden Firma auf. Mit seiner Fachkompetenz, seiner ruhigen, überlegten und einfühlsamen Art verstand er es, sich rasch einen guten Namen zu machen. Nach vielen Jahren erfolgreicher Geschäftstätigkeit gelang ihm eine nahtlose Geschäftsübergabe, und er sorgte im Hintergrund dafür, dass seine bewährten Prinzipien weiterhin zur Anwendung gelangten. Einsatz für die Öffentlichkeit Als Mensch geschätzt war er weit über sein berufliches Umfeld hinaus. Er war sehr gut vernetzt, fand problemlos Zugang zu zahlreichen Stellen und Organisationen, und seine vielfältigen Interessen und Fähigkeiten waren allseits anerkannt. Es war eine logische Folge, dass sich Hansruedi Bönzli in unterschiedlichen Aufgabenbereichen der Öffentlichkeit uneigennützig zur Verfügung stellte. Eine umfassende Aufzählung wäre erforderlich, wollte man sein Wirken gebührend würdigen. Seine Mandate als Gemeinderat von Oberhofen oder als Kirchgemeinderat von Hilterfingen zeigen stellvertretend seine verantwortungsbewusste Bereitschaft, dem Gemeinwohl zu dienen, auf. Bei aller Gutmütigkeit scheute er sich aber nicht, nötigenfalls quer zu denken und auch Risiken in Kauf zu nehmen, sich nicht nur Freunde zu schaffen. Seinen Grundsätzen und seinem Gewissen blieb er auch in diesem Wirkungsbereich stets treu. Die Wertschätzungen schlugen sich ebenfalls in seinem Lebens- und Freundeskreis nieder. Die gesellige, zugängliche und unkomplizierte Art wurde gern genossen. Hansruedi Bönzli war seinerseits ein Geniesser, und fröhliche Runden in seiner guten Stube oder anderswo behagten ihm sehr. Diese freudvollen Erlebnisse sowie die echte Freundschaft werden nach seinem viel zu frühen Tod in guter Erinnerung bleiben. Christian Brönnimann >

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