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AKW Mühleberg genügt den neuen Vorschriften nicht

AtomkraftDie fünf Schweizer Atomkraftwerke müssen

Hans Wanner, Direktor der Schweizer Atomaufsichtsbehörde Ensi, gab gestern vor den Medien vorerst Entwarnung: «Alle Kernkraftwerke der Schweiz werden sicher betrieben, eine akute Gefahr für die Bevölkerung besteht nicht.» Diese Feststellung hielt ihn jedoch nicht davon ab, den AKW-Betreibern eine lange Liste mit neuen Forderungen zur Erhöhung der Sicherheit zu präsentieren. Kurz gesagt: Alle fünf Schweizer Atomanlagen – Beznau 1 und 2, Gösgen, Leibstadt und Mühleberg – müssen nachbessern. Das Hauptproblem ortete das Ensi darin, dass die Abklingbecken, die die abgebrannten Brennstäbe aufnehmen, ungenügend gegen Erdbeben und Überflutung geschützt sind. Am meisten Mängel weisen diesbezüglich die AKW in Beznau und Mühleberg auf. Die Mühleberg-Betreiberin BKW muss zudem eine alternative Wasserquelle erschliessen, für den Fall, dass die Aare im Störfall die Notsysteme nicht mit Kühlwasser versorgen kann. Das könnte teuer werden. BKW-Präsident Urs Gasche sagt im Interview, für künftige Investitionen in das bald 40-jährige AKW gebe es eine Schmerzgrenze. Er schliesst nicht aus, dass der Stromkonzern die Anlage aus wirtschaftlichen Gründen vorzeitig abschaltet. Gegen 100 Atomgegner, die seit Wochen vor der BKW campieren, führten gestern Abend eine Kundgebung durch die Berner Innenstadt durch. Sie verlief friedlich.phm/ahl Seite 12+13>

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