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AKW-Debatte

Wirtschaft macht mobil Am nächsten Mittwoch führt der Bundesrat eine Klausur zum Thema Energiepolitik durch. Hinter den Kulissen läuft derzeit die Lobbyarbeit der Interessenorganisationen auf Hochtouren. Fast täglich finden zudem derzeit Medienkonferenzen zu diesem Thema statt. Gestern meldete sich die Wirtschaft mit einem Grossaufgebot zu Wort. Neben Gerold Bührer, dem Präsidenten des Wirtschaftsdachverbandes Economiesuisse, traten SVP-Nationalrat Bruno Zuppiger, der Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbandes, Hans Hess, der Präsident des Branchenverbands der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (Swissmem), und Ems-Chemie-Chefin Magdalena Martullo-Blocher als Vertreterin des Branchenverbandes Chemie Pharma Schweiz (SGCI) auf. Eine verlässliche Stromversorgung und die Strompreise seien wichtige Wettbewerbsfaktoren, sagten die Wirtschaftsvertreter. Höhere Strompreise – gerade zusammen mit sowieso höheren Personalkosten und dem starken Franken – wären für die Schweizer Unternehmen kaum zu verkraften. Eine Erhöhung der Strompreise von 30 Prozent hätte für die Industrie Kostenfolgen von einer halben Milliarde Franken jährlich. Die Kosten der Gesamtwirtschaft würden sogar um rund eine Milliarde steigen, rechnete Gerold Bührer vor. Einzelne Unternehmen könnten sich dann eine Produktion in der Schweiz kaum mehr leisten, warnten die Verbände. Ein Anstieg des Strompreises um einen Rappen hätte beim Spezialchemiekonzern Ems beispielsweise Kostenfolgen in der Höhe von 3Prozent der Lohnsumme der Produktion, illustrierte Firmenchefin Magdalena Martullo-Blocher. Für die chemisch-pharmazeutische Industrie würde eine Erhöhung von einem Rappen pro Kilowattstunde gar einer Lohnsummenerhöhung von einem halben Prozent entsprechen. Weiter hoben die Wirtschaftsvertreter die Wichtigkeit der Versorgungssicherheit hervor. Ein Stromausfall – und dauere er nur eine Minute – kostet bei Ems beispielsweise bereits eine Viertelmillion Franken, sagte Magdalena Martullo-Blocher. Für die Industrie hätten Stromausfälle gravierende Auswirkungen, warnte auch Hans Hess, Präsident von Swissmem.sda/sny>

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